KOMMENTAR · EHINGER TOR: Hier ist Großstadt

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Das ist der Hammer, und tatsächlich sieht der Entwurf für einen Neubau am Ehinger Tor von oben auch aus wie ein Hammer, der diesem Umsteigeknoten künftig nicht nur gestalterisch den Stempel aufdrücken wird. Hier wird Großstadt gebaut. Und da darf sie gebaut werden.

Die Stadtplaner hatten das Projekt im Gemeinderat jetzt freilich mit aller Vorsicht präsentiert. Schließlich sind sie gebrannte Kinder, was das Bauen hoher Häuser angeht, aus der hitzigen Diskussion um den geplanten SWU-Hochhausbau in der Karlstraße ebenso heraus wie aus der um die Neubebauung des Daiber-Areals in direkter Nachbarschaft. Das ist die alte Ulmer Crux: Ulm soll zwar schon groß dastehen, aber Großstadt lieber doch nicht sein.

Ein Argument ist dabei stets die unumschränkte Höhenherrschaft des Ulmer Münsters. Es hat zweifellos seine Berechtigung, zieht am Ehinger Tor aber nicht. Von dort aus wird man auch weiter den besten Blick aufs Münster haben und sehen: Es steht auf dem höchsten Punkt der alten Stadt.

Was nun die Großstadt angeht, tritt sie nirgends klarer zutage als an pulsierenden Knotenpunkten. Solche sind: Bahnhofplatz (wird noch neugestaltet). Willy-Brandt-Platz (hat schon als Berliner Platz den Durchbruch nicht geschafft). Ehinger Tor (bereits vor 40 Jahren mit dem Universum-Center entdeckt). Dort wird das Leben mit dem Neubau gravierend aufgewertet werden. Das wird mit der Straßenbahnlinie 2 noch wichtiger. Nichts wie hoch.

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