KOMMENTAR · BMW: Aus eins mach zwei

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Was für eine Nachricht für die Region: Nach dem schwäbischen Stern, der vor zweieinhalb Jahrzehnten in Form eines vom amerikanischen Weltarchitekten Richard Meier höchstselbst entworfenen Daimler-Forschungszentrums auf dem Oberen Eselsberg aufging, siedelt sich nun mit dem bayerischen Doppelkreis im Science Park der zweite Automobilkonzern von Weltrang an. Zunächst in kleinem Ausmaß von 50 Arbeitsplätzen und in vergleichsweise bescheidener Unterkunft - als Mieter.

Aber: So wichtig wie der Umstand, dass damit beste Arbeitsplätze in Ulm gehalten werden, die durch die Nokia-Schließung schon verloren schienen, ist das Signal. Ein Weltkonzern macht in Ulm die Schotten dicht - und den Weg frei für zwei andere Unternehmen höchsten Renommees. Gewiss stehen die zunächst 150 Arbeitsplätze für Ingenieure - neben den 50 von BMW 100 von Conti - in keiner Relation zu den 730 von Nokia. Doch macht dieses Wechselspiel deutlich, dass der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort von hoher Attraktivität ist. Daran ändert auch nichts, dass BMW die Ulmer Ingenieure offenbar lieber nach München geholt hätte.

BMW am Standort Ulm: Ein weiteres Teilchen in einem Mosaik, das sich über Jahre durch weitsichtige Entscheidungen zusammengefügt hat. Nun ist erkennbar, was gemeint ist, wenn von einer robusten Wirtschaftsstruktur die Rede ist. Sie macht Arbeitsplatzverluste nicht leichter, aber leichter verschmerzbar.

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