KOMMENTAR · BETRIEBSKINDERGARTEN: Teva als Vorbild für Firmen

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Aus der Wirtschaft heraus, vor allem von der Industrie- und Handelskammer Ulm, gibt es immer Hinweise darauf und Klagen darüber, dass es in der Region zu wenig Kita-Plätze gibt - wobei zugestanden wird, dass die Stadt Ulm stark aufholt. Nun zeigt sich am Beispiel von Ratiopharm, dass der Ball in Sachen Kinderbetreuung nicht nur bei den Kommunen liegt, sondern die Unternehmen durchaus selber in der Lage sind, etwas zur Betreuung kleiner Kinder beizutragen.

Bei Ratiopharm, heute Teva, ist auf Initiative der damaligen Eigentümerfamilie Merckle in Kooperation mit dem TSG-Macher Walter Feucht ein vorbildhafter Betriebskindergarten mit rund 100 Kita-Plätzen entstanden, der weit und breit seinesgleichen sucht.

Nun hat der Teva-Konzern, der sich der Merckle-Tradition verpflichtet fühlt, sogar eine Million Euro in die Hand genommen, um den Kindergarten um eine moderne Turnhalle zu ergänzen. Das verdient Respekt, denn hier geht es um einen börsennotierten Konzern, der seine Ausgaben vor den Aktionären rechtfertigen muss.

Wie viel leichter sollte es da den zurecht vielgelobten mittelständischen Betrieben fallen, etwas für die Betreuung der Mitarbeiterkinder zu tun - vor allem angesichts des demographischen Wandels und befürchteten Fachkräftemangels. Zuletzt hat eine Prognos-Studie wieder gezeigt, dass es in der IHK-Region zu wenig Kita-Plätze gibt. Die Firmen sollten sich ein Beispiel an Teva nehmen und selber etwas tun.

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