KOMMENTAR · BÄUME: Ein kostspieliges Experiment

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Na dann mal viel Erfolg mit Eurem kostspieligen Experiment! Die erste Generation Kaiserlinden entlang der Blaubeurer Straße hat gezeigt, dass dieser Baum für den Standort kaum geeignet ist. Dennoch versucht es die städtische Grünflächenabteilung erneut mit Kaiserlinden. Ihr Experiment kostet gut dreimal so viel wie die Pflanzung vor zehn Jahren. Allerdings sollen die neuen Bäume besser gegen Wind und Wetter und die Unmengen von Streusalz geschützt werden, die jeden Winter von den Fahrbahnen auf den fünf Meter breiten Grünstreifen spritzen und die Wurzeln schädigen.

Unbestritten, gerade jetzt im Herbst, wenn die Blätter golden in der Sonne tanzen, sieht solch eine Baumreihe zwischen vielbefahrenen Straßen wunderbar aus. Sobald aber das erste Auto gegen einen der Bäume kracht und Menschen zu Schaden kommen, dürfte der Reiz im Handumdrehen verfliegen. Denn die Bäume sollen wachsen, an die 20 Meter hoch werden, und Kronen ausbilden, die ungestutzt deutlich über den Grünstreifen hinausragen.

Die Bäume seien Bestandteil des Bebauungsplans und werteten die westliche Zufahrt zur Stadt optisch auf, verteidigen die städtischen Bediensteten das Vorhaben. Doch die Fragen müssen dann erlaubt sein: Wurde, als der Plan erstellt wurde, das alles bedacht? Und wenn ja: Muss es ein so teueres Projekt werden? Auch eine pflegeleichte Hecke hätte einen ähnlichen Anspruch erfüllt.

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Kommentare

26.09.2012 14:27 Uhr

KOMMENTAR · BÄUME: Ein kostspieliges Experiment

Ich würde da Kleinwindkraftanlagen aufstellen.
Merke: Windräder liegen den Redakteuren der SWP landauf und landab sehr viel näher am Herzen als die, jetzt im Herbst mit goldenen Blättern leuchtenden, Linden.
Wer mittels Fotosynthese Schadgase (CO2) in Sauerstoff umwandelt, dürfte dem Kommentator auch noch unbekannt sein. Hier ist eine ausladende Baumkrone allerdings wesentlich effektiver als die angedachten Büsche, die im Übrigen auch gepflegt werden müssen.

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