Kolleg: Nach Abi ein Jahr zur Orientierung

Schule oder Ausbildung fertig und nicht so richtig wissen, wohin der Weg weiter geht? Orientierung bietet das neue Aicher-Scholl-Kolleg der Ulmer vh.

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Ein Jahr Zeit, um an der Mappe fürs Design-Studium zu arbeiten. Ein Jahr Zeit, um herauszufinden, wo die persönlichen Stärken liegen und in welche Richtung das Studium gehen soll. Die Ideen zusammengeführt hat die Volkshochschule (vh) in dem Orientierungsjahr Schule-Studium-Beruf unter dem Titel "Aicher-Scholl-Kolleg" (ASK), das im Oktober startet. Und das Räume in der Hochschule für Gestaltung (HfG) nutzt.

"Das Angebot ist maximal breit aufgestellt", sagte der wissenschaftliche ASK-Leiter, Dr. Andreas Lörcher von der vh, als er im Schulbeirat das Projekt vorstellte. Die Bereiche sind: Kunst und Design, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Dazu gibt es methodisch-orientierte Bausteine wie wissenschaftliches oder kreatives Schreiben und Rhetorik, ebenso Zusatzangebote wie Sprachkurse, PC-Grafik und Sport. Bei den Dozenten kooperiert das ASK mit der Uni und den Hochschulen der Doppelstadt: "Es werden junge Wissenschaftler sein, die sich an ihren Studienbeginn erinnern", betonte Lörcher. "Sie unterrichten nicht gegen großes Honorar, sondern aus Überzeugung."

Der Unterricht findet von Oktober 2013 bis Juli 2014 in drei Blöcken zu jeweils neun Wochen statt, Unterrichtszeit ist von Montag bis Donnerstag 8.30 bis 16.30 Uhr. Maximal 60 Plätze sind vorgesehen. Zielgruppe sind junge Leute zwischen 17 und 25 Jahren. Acht Anmeldungen gibt es bereits, die Bewerbungsfrist endet Ende April.

Die Unterrichtsgebühr für das ASK beträgt 2750 Euro, zahlbar in monatlichen Raten. Laut Vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels liegt das einerseits an den Räumen: "Die HfG ist für uns ein Sechser im Lotto, wenn auch ein teurer." Sie betont aber, dass eine Familie, deren Kind das ASK besucht, bezugsberechtigt für Kindergeld ist, weil es der Ausbildung dient. Überdies seien die Verantwortlichen dabei, bei Ulmer Firmen Stipendien einzuwerben.

Die Stadträte von CDU, SPD, FDP und FWG lobten das neue Angebot als "wunderbare Sache", die gut für junge Leute sei, die Zeit zur Orientierung brauchen. Nur Dr. Richard Böker (Grüne) zeigte sich skeptisch: Das ASK könne "eine elitäre Einrichtung" werden, die das Problem der hohen "Studienabbrecher-Quote sicher auch nicht runterkriegt".

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