Köpfe, Klatsch, Kurioses

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Stefan Rawe und seine Frau Andrea Toll wollen nicht warten, bis sie 100 Jahre alt sind, sondern stoßen schon mal auf gemeinsame Hundert an.  Foto: 

Happy Benefizday

Ganz schnell kann aus einem Happy Birthday zudem ein Happy Benefizday werden: Andrea Toll und ihr Mann Stefan Rawe haben das bewiesen und der Aktion 100 000 und Ulmer helft so zu knapp 1000 Euro verholfen. Weil Andrea Toll Journalistin ist, lassen wir sie einfach selbst formulieren: "Bis wir 100 Jahre alt werden, solange wollten wir nicht mit einer großen Feier warten. Also haben wir die 100 zusammengewürfelt. Mein Mann und ich bringen es auf 90 Jahre (gerecht verteilt) und in diesem Jahr bin ich seit zehn Jahren mit der Textwerkstatt als Journalistin und Texterin selbstständig." Nach einigem Grübeln sei klar gewesen, dass sie keine Geschenke für sich wollten: Sie sollten denen zukommen, denen es nicht so gut geht. "Wir hatten nur noch zu entscheiden, an wen die Spende gehen soll. Der lokale Bezug war uns wichtig und dass die Empfänger direkt profitieren. Da lag der Entschluss für die Aktion 100 000 der SWP nahe."

Wo sind die Franzosen?

Die Stadt ist voll mit Touristen. "Es läuft super bis jetzt", sagt Wolfgang Dieterich, Geschäftsführer der städtischen Ulm/Neu-Ulm Touristik zur Halbjahresbilanz. Ulm verzeichne bei den großen Städten im Land den größten Zuwachs an Besuchern. Wer in den Gassen und auf den Plätzen hinhört, macht dabei wieder viele Italiener aus. Aber wo bleiben die Franzosen? Auf die wartet Dieterich noch, nachdem Ulm im Zuge einer gesamt-baden-württembergischen Kampagne neben anderen Zielen wie dem Europapark Rust derzeit gezielt in Frankreich beworben wird. Aufhänger und Hintergrund: Die Direkt-Verbindung mit dem französischen TGV lässt neue Kundschaft erwarten, und da ist entlang der Strecke von Paris über Straßbourg noch eine Menge zu gewinnen. "Das ist ein Markt mit viel Potential, schon rein von der Menschenmenge her", sagt Dieterich. So sieht man in Paris derzeit denn auch "Einstein in der Metro", er ist eines der Ulmer Werbemotive neben Münster und Donau. Bis die Werbeoffensive verfängt und die Franzosen dann auch tatsächlich ihren nächsten Urlaub an der Donau planen, müsse man aber noch ein bisschen Geduld haben.

Auf zu den Höhlen

"Die Leute reisen gerne, wenn sie etwas Authentisches sehen." Das ist das Statement der Ulmer Museumsleiterin Gabriele Holthuis zum Kulturtourismus. Und das ist auch ihr Plädoyer für die dezentrale Präsentation der Steinzeitkultur um Ulm herum. Dafür haben sich unter dem Motto "Weltkultursprung" bekanntlich die Landkreise Heidenheim und Alb-Donau und die Stadt Ulm mit den entsprechenden Fundorten, Höhlen und Ausstellungsorten zusammengetan. Sie vereinen rund um den Löwenmenschen die ältesten Kunstwerke der Menschheit. Holthuis: "Das kann uns niemand nehmen." Eine Fahrt dorthin hat allerdings gerade in diesem Sommer so ihre Tücken, wie SPD-Landtagsabgeordneter Martin Rivoir aus Ulm jetzt im Museum verriet: "Die Radtour mit Kulturminister Andreas Stoch zu den Höhlen im Achtal ist wegen Regens ausgefallen." Man stieg aufs Auto um.

Heute vor einem Jahr. . .

. . . berichteten wir über die Sicherheitsvorkehrungen, die für Angela Merkel und Hannelore Kraft getroffen wurden. Die Politikerinnen machten am Abend Wahlkampf auf dem Münster- und Petrusplatz. ZITAT DES TAGES

Was wir tun können, um die Botschaft in die Welt zu tragen, werden wir tun

Claus Schmiedel

Eintrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden im baden-württembergischen Landtag ins Besucherbuch des Ulmer Museums. Er will die Region mit ihren steinzeitlichen Kunstwerken bei der Vermarktung als "Wiege der Kultur" unterstützen.

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