KÖPFE KLATSCH KURIOSES vom 27. September

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Beim Festakt im Ulmer Zeughaus (von links): Armin Weidt, Dr. Dieter Hundt, Kerstin Anker und Dr. Günter Knorr. Foto: Knorr AG

Wer Bescheid weiß

In der SWP-Debatte über das Leben in der Innenstadt am Dienstag im Stadthaus ist es zu einem interessanten Wettbewerb zwischen zwei Ulmer Stadträten gekommen. Martin Rivoir (SPD) verriet, dass er sich angewöhnt habe, "einmal jährlich mit einer Polizeistreife mitzufahren", und zwar freitagnachts. So könne er sich persönlich ein Bild davon machen, was in der Ulmer City tatsächlich abgehe. Daraufhin konterte Stadtrat Christof Nagel (CDU): "Ich muss nicht mit der Polizei mitfahren, um mitzukriegen, was los ist." Er nämlich nehme am Ulmer Stadtleben selber teil. Nagel ist 25. Rivoir ist 52. Offen blieb damit aber letztlich die Frage, ob, und wenn ja, warum sich Nagel ausgerechnet an den Orten aufhält, zu denen auch die Polizei gerufen wird . . .

Hundt erinnert an Setra

"Man ist schlecht beraten, wenn man sich nur von Leuten beraten lässt, die einem nie widersprechen." So lautete das Motto zum 80-jährigen Bestehen der Kanzlei Knorr Rechtsanwälte AG mit Festakt im Zeughaus. Dabei erinnerte Laudator und Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt daran, wie er mit Dr. Günter Knorr im Aufsichtsrat von Kässbohrer damals die Übernahme der Setra-Sparte durch Daimler betreut habe. Bei den Verhandlungen habe man ebenfalls das Festmotto beherzigt, daher sei es gelungen, den SetraStandort langfristig zu festigen. Hundt stellte sich ansonsten auf den Standpunkt, die Stärke des deutschen Mittelstands liege in Innovationen. Man werde nie mit Niedriglohnländern konkurrieren können. Er sieht Mittelständler im Vorteil bei der Gewinnung von Fachkräften gegenüber Konzernen, sie hätten einen Vertrauensvorsprung. Grußworte gab es sodann von Klaus-Peter Raunecker von der Kanzlei Lorenz und Simone Cronjäger von Guardus Solutions. Sie sagte, die über zehnjährige Zusammenarbeit mit Knorr habe die Firma gefestigt und strategische Entscheidungen positiv beeinflusst. Die Kanzlei wurde 1932 von Wilhelm Knorr in der Platzgasse gegründet. Die heutigen Vorstände in den Büros in der Frauenstraße und in München sind Armin Weidt und Kerstin Anker.

Kaffee für umsonst

Die Deutschen sind zu einem großen Teil Kaffeetanten und -onkel. Sagen zumindest die Statistiken. Wir befinden uns hier aber auch in Schwaben, wo der Geldbeutel bekanntlich nicht ganz so locker sitzt. Beide Eigenheiten bringen die SWU und die Firma Dallmayr unter einen Hut. Zum Tag des Kaffees morgen gibt es zwischen 9 und 17 Uhr auf dem Hans-und-Sophie-Scholl Platz vor dem SWU-Service-Center in der Neuen Mitte Kaffee - und zwar kostenlos. Süße Stückchen dazu gibt es von der Konditorei Dreihäupl aus Neu-Ulm - ebenfalls kostenlos. Wer jetzt doch schlechtes Gewissen bekommt oder beweisen will, dass der Schwaben-Geiz ein dummes Vorurteil ist, kann sein Geld freiwillig dalassen: Alle Spenden kommen dem Ulmer Förderkreis für tumor- und leukämiekranke Kinder Ulm zugute.

Heute vor einem Jahr. . .

. . . berichteten wir über den Prozessbeginn gegen Roy El-Halabi. Er hatte seine Stieftochter, die Box-Weltmeisterin Rola El-Halabi, durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Verurteilt wurde er schließlich zu sechs Jahren Haft. Rola El-Halabi hat sich inzwischen von ihren Verletzungen weitgehend erholt und will ihre Sportkarriere wieder aufnehmen.

ZITAT DES TAGES

Das wollen Sie nicht

wirklich wissen

Iris Mann

Die Ulmer Sozialbürgermeisterin auf die Bitte von Siegfried Hoch vom Vorstand der Stiftung Präventive Jugendhilfe, ihre "Gefühle zum Ausdruck" zu bringen.

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