Klangfülle und Kraft

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Die Krönungsmesse von Mozart, ein Trompetenkonzert und viele herrliche Stimmen lockten zahlreiche Musikbegeisterte in die Basilika in Wiblingen, die feierlich beleuchtet bis auf den letzten Platz bei ihrem Festkonzert besetzt war.

Unter der straffen, konzentrierten Leitung von Wolfgang Treß begann das Konzert mit einer "Abendmusik" von Dietrich Buxtehude, einer Kantate für Soli, Chor und Orchester, die das innige Gottesbild des Frühbarocks vermittelte. Mit strahlendem Trompetenklang und eleganten Kadenzen glänzte Johann Konnerth in einem Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur von Johann Neruda, einem Meister des galanten Stils aus dem18. Jahrhundert. Ein musikalischer Höhepunkt ist immer wieder Mozarts berühmte Motette "Exsultate, jubilate" KV 165, die von Haeyoung Shin mit großer Hingabe gesungen wurde. Ihre sehr kultivierte Stimme jubelte im berühmten "Alleluja" bis zum hohen C, Präzision und Tempo litten zuweilen unter ihrem allzu intensiven Vibrato.

In Mozarts Krönungsmesse in C-Dur KV 317 zeigte der Chor einmal mehr seine Qualitäten, die Stimmen steigerten sich zu enormer Klangfülle und Kraft, feierlich und erhaben erklang das Credo. Im innigen "Agnus Dei" brillierten Haeyoung Shin (Sopran), Eleonora Halbert (Alt), Christian Zenker (Tenor) und Dong Jin Choi (Bass).

Zwischen "Gloria" und "Credo" wurde die Kirchensonate in C-Dur KV 336 für Orgel und Orchester aufgeführt, eine Art ansprechendes Zwischenkonzert mit Friedrich Fröschle an der Orgel und dem Orchester der Ulmer Instrumentalisten. Zwischen "Credo" und "Sanctus" erklang das sehr feine liedhafte Duett "Sub tuum praesidium" für Sopran, Tenor und Orchester, in dem die Männerstimme ihre klare, schöne Stimmführung zeigte.

Sehr angenehm war die Kultur des Applaudierens: Erst nach dem Schlussakkord und dem Verklingen der Marienglocke gab es jubelnden Applaus für eine gelungene, feierliche Aufführung von großartiger sakraler Musik.

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