Keine erneute Debatte über Fahrspuren in der Friedrich-Ebert-Straße

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Drei Fahrspuren in der Friedrich-Ebert-Straße, ein Radweg auf jeder Fahrbahnseite und ein kleineres Dach am Bahnhofplatz sind nun festgeschrieben. Der Gemeinderat hat gegen die Stimmen der CDU und des Linken Uwe Peiker den Bebauungsplan „Bahnhofplatz – Friedrich-Ebert-Straße“ als Satzung beschlossen. Die CDU-Fraktion, die immer vehement für vier Spuren plädiert hatte, wollte eine Vertagung erreichen und stellte den Antrag auf zweite Lesung. Außer Peiker lehnten ihn alle Fraktionen ab.

CDU-Fraktionschef Dr. Thomas Kienle hält den Bebauungsplan für nicht entscheidungsreif. Nicht zuletzt habe die Info-Veranstaltung der Stadt am Dienstagabend zum Bahnhofplatz und ZOB gezeigt, dass mehrere Varianten in der Diskussion und viele Fragen offen sind.

Dem stimmte Michael Joukov (Grüne) zu. Er war sich aber einig mit SPD, FWG und FDP: Diese Fragen sind unabhängig von der Frage der Fahrspuren und müssen in der weiteren Planung geklärt werden. Die anderen Fraktionen empfahlen der CDU zu akzeptieren, dass die grundsätzliche Festlegung auf drei Fahrspuren schon längst gefallen ist. Siegfried Keppler (CDU) äußerte sich „persönlich enttäuscht“ von OB Gunter Czisch (ebenfalls CDU), weil er mit der Mehrheit des Gemeinderats für drei Fahrspuren stimmte. In dem Bebauungsplan ist nun festgelegt:

Fahrspuren Die Friedrich-
Ebert-Straße hat künftig von Nord nach Süd, also auf der Bahnhofseite, zwei Auto-Fahrspuren, auf der Innenstadtseite nur eine. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat nach teils erbittert geführten Diskussionen am 12. Oktober 2016 gefasst.

Radwege Anders als in der früheren Planung wird es auf jeder Fahrbahnseite einen Radweg geben. Die Stadtverwaltung wollte zunächst auf der Bahnhofseite nur einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Polizei, Fahrradclub ADFC und Regionale Planungsgruppe hatten aus Sicherheitsgründen einen Radweg nur auf der Westseite, aber in beide Richtungen empfohlen. Diesen Einwänden entsprach die Stadt nicht.

Dach Das in einem Wettbewerb gekürte große Dach am Bahnhofplatz wird nicht gebaut, stattdessen ein kleineres. Auch die Bus- und Straßenbahnhaltestellen werden nicht durchgängig überdacht. Stattdessen soll es mehrere Unterstände geben.

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