Katheterlabor an Weißenhorner Stiftungsklinik in Betrieb genommen

Bestmögliche Versorgung für Herz- und Gefäßpatienten. Das verspricht die Stiftungsklinik in Weißenhorn ihren Patienten. Dazu beitragen soll ein neues, Katheterlabor, das 1,5 Millionen Euro gekostet hat.

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Bestmögliche Versorgung für Herz- und Gefäßpatienten. Das verspricht die Stiftungsklinik in Weißenhorn ihren Patienten. Dazu beitragen soll ein neues, Katheterlabor, das 1,5 Millionen Euro gekostet hat.  Foto: 

In der Weißenhorner Stiftungsklinik ist ein zweites Katheterlabor in Betrieb genommen worden. Davon profitieren nach Angaben des Leitenden Oberarztes Dr. Georg Großmann Patienten, Ärzte und Pfleger gleichermaßen. Schließlich setze das neue Labor bei den Behandlungen eine deutlich geringere Strahlendosis frei als das in älteren Anlagen der Fall sei.

In Katheterlaboren werden Herz- und Nierenerkrankungen sowie Erkrankungen des Gefäßsystems diagnostiziert und therapiert. Etwa 1,5 Millionen Euro haben in Weißenhorn der Bau der Anlage und der Kauf der computergesteuerten Apparate gekostet. Die Anschaffung wird sich laut Stiftungsdirektor Michael Gaßner lohnen. Das neue Labor verschaffe der Klinik ein „Alleinstellungsmerkmal unter allen Grundversorgungskrankenhäusern in Bayerisch-Schwaben“.

Mit der Hightech-Anlage in Weißenhorn, „können wir das meiste machen, was heutzutage elektrophysiologisch möglich ist“, sagte Dr. Großmann. Der Fortschritt in der Medizin sei rasant, fügte Landrat Erich Josef Geßner bei der Besichtigung des Labors an. Für moderne Krankenhäuser bedeute dies, dass ärztliches Know-how und Medizintechnik Schritt halten müssten. „Stillstand ist Rückschritt“, betonte der Landrat.

In dem neuen Labor können unter anderem Herzrhythmusstörungen mittels so genannter Katheterablationen behandelt werden. Bei diesem Verfahren wird Gewebe im Herzen, das falsche elektrische Impulse erzeugt, mit einer erhitzten Katheterspitze oder mit Hilfe tiefgekühlter Spezialballons zerstört. „So können wir zahlreiche verschiedene Herzrhythmusstörungen einschließlich Vorhofflimmern behandeln“, sagte Chefarzt Dr. Joachim Kamenz. Er ist Leiter der beiden Herzkatheterlabore in der Weißenhorner Klinik.

Für solche Therapien gebe es „einen enormen Bedarf“. Immerhin litten mehr als eine Million Menschen in Deutschland unter Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung. Betroffene aus dem Landkreis Neu-Ulm und der Region könnten in Weißenhorn wohnort- und zeitnah versorgt werden. Das sei gerade bei Herzpatienten extrem wichtig, hieß es.

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