Junge Ulmer Bühne begeistert in Alten Theater

Der neu gegründete Tanzclub der Jungen Ulmer Bühne (JUB) begeistert im Alten Theater über Genregrenzen hinaus.

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Der Tanzclub der JUB wurde gefeiert.  Foto: 

Was für ein Debüt! Zugabe-Rufe, Trampelsalven – sie blieben nicht unerhört: Die glorreichen Sieben  wiederholten, diesmal zusammen mit der Choreografin Judith Seibert, noch mitreißender ihre finale Tanznummer „Kiss The Sky“, einen funkigen Jason-Derulo-Hit. Und im Himmel spielt größtenteils das zweimal (Dienstag-Premiere und Mittwoch) aufgeführte Tanzstück „Und Er/Sie liebt ausgerechnet . . .“, mit dem der neu gegründete Tanzclub der Jungen Ulmer Bühne Furore machte.

Leider war das Alte Theater nur schwach besucht. Wegen des Sommerwetters? Oder ist die Junge Bühne Ulm (JUB), die vergangenes Jahr aus dem Zusammenschluss von Sven Wissers Theater an der Donau und Ralf Rainer Reimanns Jungem Akademietheater entstanden ist, noch nicht allzu bekannt?

Neben Schauspiel und Musical jetzt also die dritte Sparte. Vielversprechend ist der Tanzclub unter Leitung von Judith Seibert (Tänzerin an der Staatsoper München) in seine allererste Spielzeit gegangen. Das gemeinsam erarbeitete Bühnengeschehen zu passend eingespielter Musik war in Tanz und Wort über Genregrenzen hinaus allemal sehenswert.

Liebe und Leidenschaft

„Wo sind wir?“, fragen Jugendliche  (Madlene Fredl, Leonie Kindl, Elea Fesseler, Patricia Stumpp, Benedikt Selig), die im Himmel aus schwarzem Guckkasten vor einer weißen Leinwand  zu neuem Leben erwachen. Von zwei Engeln (Profitänzerinnen: Ines Meißner, Britta Gutbrod)  bekommt jeder erstmal seine eigene Wolke. Nach Kichern, Gekreische, Tränen und einer gewitzten Choreografie im schmissigen  Revuestil zu Nat King Coles Jazzsong „Love“ erzählt jeder der tanzerprobten Teens, warum er gestorben ist. Durch Drogen, Selbstmord, Flugzeugabsturz oder falschen Partner (Maus und Elefant) – aus Liebe und Leidenschaft, die „Leiden schafft“.

Versiert in Modern- und Jazzdance, Disco und Hip-Hop, in Soli oder Pas de deux mit Hebefiguren, ob am Boden räkelnd oder bei Spreizsprüngen, liegt die Stärke des Ensembles besonders im synchronen Formationstanz. Durchaus bühnenreif tanzten und schauspielerten sich die Talente in den Himmel und in Publikumsherzen.

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