Iveco: Einigung auf Eckpfeiler gelungen

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Iveco-Geschäftsführung und -Betriebsrat sind offenbar kurz davor, sich über einen Interessensausgleich zu einigen. Gestern wurden Betriebsräte, Vertrauensleute und Belegschaft über den Stand der Verhandlungen informiert. Es seien bereits einige Eckpunkte als verbindlicher Verhandlungsstand formuliert worden, sagte Michael Braun auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE. In groben Zügen sei inzwischen erkennbar, wie der Personalabbau erfolgen könne. Am Montag wollen Geschäftsführung und Betriebsrat den Versuch unternehmen, zu Ergebnissen zu kommen - damit die Beschäftigten vor dem Betriebsurlaub konkreteInformationen erhalten und nicht mit großer Unsicherheiten in die Sommerpause gehen müssen. Betriebsbedingte Kündigungen wird es keine geben, so viel steht schon länger fest. Nun zeichnet sich ab, dass auch das Ausmaß des Stellenabbaus möglicherweise nicht so heftig ausfällt, wie befürchtet.Wie Braun berichtet, hat die Geschäftsführung die Zahl von 500 zu streichenden Stellen vor Augen. Das wären 170 weniger als bislang im Raum standen. Möglicherweise werden auch Altersteilzeitverträge eingerechnet, die bereits abgeschlossen waren, sodass nur noch 380 Beschäftigte über Alterslösungen und freiwillige Aufhebungsverträge ausscheiden müssten. Für Braun sind aber auch die Perspektiven für die verbleibenden Stellen relevant.

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26.07.2012 12:01 Uhr

Hiesiger Ursprung der Krise

Die überaus massiv und frontal in unzähligen Varianten insbesondere in Ulm vorgetragenen Interessen, längst nicht mehr revidierbare Grundlagen industrieller Arbeit kurzerhand infrage zu stellen, finden ihren Ausdruck vor allem in zunehmend rascher rückläufigen Verkaufszahlen der nachweislich auf diese einzig effiziente Weise hergestellten Erzeugnisse. Es geht daher auf direktem Wege in die Irre, die Umstrukturierung der Fertigung von Lastkraftwagen bei der Iveco Magirus AG im dortigen Donautal einer etwaig nachlassenden Käufernachfrage beispielsweise in Südeuropa anzulasten, wenn die sich in rasender Geschwindigkeit ausbreitenden Krisenphänomene mehr als augenfällig und zweifelsfrei hiesigen Ursprungs sind.

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