INTERVIEW: Geld für Forschung fehlt

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Von 2008 an ist das Forschungsprojekt Service-Robotik mit insgesamt fast 2,5 Millionen Euro vom Land gefördert worden. Das Projekt läuft Ende März aus - was jetzt?

CHRISTIAN SCHLEGEL: Wir gehören, was das Thema Service-Robotik angeht, zur Spitze der angewandten Forschung - und das mit einem extrem kleinen, aber schlagkräftigen Team. Den Vergleich mit anderen brauchen wir nicht scheuen, . . .

. . . aber dennoch fehlt das Geld . . .

SCHLEGEL: . . .stimmt, wir haben jetzt ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Anschlussprojekt mit sechs Partnern, darunter drei Unis, an Land gezogen. Was uns fehlt, ist die Grundausstattung.

Inwiefern?

SCHLEGEL: Wenn wir die Forschung auf diesem Level vorantreiben wollen, dann benötigen wir ein finanzielles Polster. Ich muss meine Leute über einen gewissen Zeitraum behalten können - nur dann geht die Arbeit stringent voran. Nicht zuletzt will ich ihnen eine gewisse Sicherheit während der Promotionsphase geben.

Und die Rolle der Hochschule?

SCHLEGEL: Ich werde unterstützt, wo es nur geht. Das Umfeld ist sehr positiv. Aber ich kann Forschungsmitarbeiter nicht aus dem laufenden Betrieb bezahlen. Das Land müsste die Rahmenbedingungen für forschende Hochschul-Professoren schaffen. Die Hochschulen brauchen einen akademischen Mittelbau, damit sich die Forschung auch verselbstständigen kann.

Und wenn die Mittel ausbleiben? Wir sind über Jahre in Vorleistung gegangen und beanspruchen nun die Honorierung unserer Erfolge. Mir täte es in der Seele weh, wenn wir aufhören müssten, weil das Geld fehlt.

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