Inklusives Wohnprojekt für junge Leute

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Am Zinglerberg wird ein innovatives inklusives Wohnheim für junge Menschen mit und ohne Behinderungen entstehen. Bauherr und Träger ist die St.-Elisabeth-Stiftung. Das Haus mit der Adresse Adolph-Kolping-Platz 5 wird es 12 Plätze geben für junge Behinderte, „die nicht bei ihren Familien leben, aber in Ulm und damit in ihrem gewohnten Sozialraum bleiben können“, sagt Wolf-Dieter Korek von der Stiftung. Zusätzlich sollen im Haus 15 Einzelappartements für Studierende und Auszubildende entstehen sowie eine offene Begegnungsstätte im Erdgeschoss, die anderen jungen Leuten und Gruppen offenstehen soll.

Bisher betreibt die St.-Elisabeth-Stiftung in Ingerkingen (zwischen Ehingen und Biberach) ein Wohnheim mit 60 Plätzen für behinderte Kinder und Jugendliche, die meisten von ihnen gehen dort auch auf die Schule St. Franziskus, sowie ein Übergangswohnheim mit 60 Plätzen für junge Erwachsene. „Indem wir mit Wohnplätzen aus Ingerkingen nach Ulm ziehen, wollen wir ausdrücklich die Vision einer inklusiven Gesellschaft unterstützen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Ziel ist es auch, Platze zu dezentralisieren, denn die Einrichtungen in Ingerkingen werden auch von Ulmern besucht.

440 000 Euro Zuschuss

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) hat grünes Licht für das Projekt gegeben und Zuschüsse bewilligt: 384 222 Euro für das Wohnheim und 54 366 Euro, macht also insgesamt knapp 440 000 Euro.

Die Stiftung hat das Haus am Zinglerberg, in dem früher die Franziskanerinnen von Reute eine Sozialstation betrieben haben, vor einigen Jahren gekauft. Zwischenzeitlich waren darin minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Das Haus ist marode, deshalb sind Abriss und Neubau geplant. Einen konkreten Zeitplan gibt es dafür aber nicht. „Das Projekt wird von der Stadt Ulm unterstützt, ein Bauantrag ist gestellt. Eine Abstimmung mit den Anwohnern findet zurzeit statt“, teil die Stiftung noch mit.                            

Der Träger Die St.-Elisabeth-Stiftung ist ein katholischer Träger sozialer Einrichtungen, Dienste und Betriebe mit Sitz in Bad Waldsee. Die Franziskanerinnen von Reute haben die Stiftung zur Fortführung ihrer sozialen Werke im Jahr 1999 gegründet. Aktuell hat sie rund 1950 Mitarbeiter, die im Gebiet zwischen Stuttgart und Bodensee in den Bereichen Alten-, Behinderten-, Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe tätig sind.

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