Industrie warnt vor dem Nuxit

Der Club der Industrie in Neu-Ulm mahnt vor höheren Gewerbesteuern, um die Kreisfreiheit zu finanzieren.

|

Der Club der Industrie, in dem sich mittelständische Unternehmen aus der Stadt und aus dem Landkreis Neu-Ulm zusammengeschlossen haben, hat sich zu der von der Stadt Neu-Ulm angestrebten Kreisfreiheit positioniert. In der Mitgliederversammlung, in der auch der Neu-Ulmer OB anwesend war, hat er sich für den Verbleib der Stadt im Landkreis ausgesprochen. In der Industrie lege man kleinere Einheiten zu größeren zusammen, argumentierte der Vorsitzende Gerd Stiefel. Im Fall des Nuxit wolle man aus einer großen Einheit zwei kleinere machen.

Auch wenn der Neustart nach dem Ausstieg  für die Stadt und den Landkreis vielleicht charmant werden könnte, warnte Stiefel davor, dass die Rechnung dafür mit höheren Gewerbesteuern der Mittelstand bezahlen müsse. Die Pro-Kopf-Verschuldung des Landkreises werde sich verdoppeln. Die im Kreis verbliebenen Kommunen müssten dann vielleicht eine höhere Kreisumlage bezahlen. „Es bedarf keiner großen Fantasie vorherzusagen, dass sie unter diesen Umständen an der Gewerbesteuerschraube drehen oder sogar drehen müssen“, sagte Stiefel. Das würde dann die Industrie im verbliebenen Restlandkreis treffen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

30.09.2017 10:41 Uhr

In der Industrie lege man kleinere Einheiten zu größeren zusammen...

... oder man tut genau das Gegenteil davon.
Das nennt sich dann "Konzentration auf das Kerngeschäft".
Gerade der ehemalige Daimler-Laden hat sich von allem möglichen in der Region getrennt.
Airbus stößt momentan alles ab, was nicht zum Kerngeschäft Luftfahrt gehört.
Auch Siemens hat eine Sparte nach der anderen abgestoßen.

In der EU sind die Stimmrechte kleiner Länder stark übergewichtet, so dass dort eine Aufspaltung einer großen Einheit sinnvoll wäre (Luxemburg hat 2 Stimmen, Deutschland 3 )


Richtig bleibt die Befürchtung, dass Neu-Ulm seinen Bürgern/Firmen mehr Steuern abpresst, während die Bürger des Kreises dann von den Einrichtungen der Stadt profitieren.
So kann man das in fast allen Nachbarstädten beobachten.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Themenschwerpunkt

Verlässt Neu-Ulm den Landkreis?

Hier finden Sie alle Informationen zu den Bestrebungen der Stadt Neu-Ulm den Landkreis zu verlassen.

mehr zum Thema

Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kritik an Plänen für den Ulmer Bahnhofplatz

Was die Ulmer Stadtverwaltung am Bahnhofplatz vorhat, gefällt nicht allen Stadträten. Kritik ernten vor allem das Dach und die Haltestellen. weiter lesen