Indien und seine Gegensätze sind Schwerpunkt in der vh

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Endlich ist das Jahr gekommen, dass die Unabhängigkeit Indiens 70 Jahre her ist. Darauf hat Dagmar Engels, die Leiterin der Ulmer Volkshochschule, gewartet. Denn schon lange schwebt der Indien-Kennerin vor, dass dieses Land „der ungeheuren Gegensätze“ Schwerpunktthema eines vh-Semester-Programmes wird. Schon auf der Titelseite des 280-seitigen Katalogs mit 2200 Kursen und rund 200 Einzelveranstaltungen sind die Umrisse des Landes in Knallorange abgebildet – „mit den Städtenamen auf Indisch“, betont Dagmar Engels, die selbst Bengali spricht und einst von London aus über „Frauen in Bengalen“ promoviert hat.

„Indische Frauen in einer sich wandelnden Gesellschaft – duldsam, zornig . . .“, heißt es denn auch am 11. Mai unter den Schwerpunktvorträgen. Semesterbeginn ist allerdings schon am 22. Februar um 18.30 Uhr mit der Fotoausstellung  „Lebendiges Indien“. Susanne Deutsch hat Goa, „ein Traum“, und Kolkata, „ein Albtraum“, fotografiert. Weiter gibt es bei der Semestereröffnung in der vh im EinsteinHaus ein indisches Abendessen, Bollywood-Dance von Rashmi Gowdru sowie Musik aus Nordindien.

Ahmedabad und die HfG

Themen während des Sommer-Semesters sind außerdem „Mahatma Gandhi und der Islam“, „Liebe und Ehe im Wandel“ in Indien und Pakistan sowie „Das indische Götterplakat – Kitsch, Kunst oder Religion?“. Selbst die Architektur kommt nicht zu kurz, denn in der Stadt Ahmedabad wurde 1961 das National Institute of Design nach dem Vorbild der damaligen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Ulm gegründet. Gleichzeitig sei Ahmedabad eine schmutzige Industriestadt, was wieder die Gegensätze Indiens unterstreiche, sagt die vh-Leiterin.

Natürlich hat das Programm noch mehr zu bieten: Die Sprachkurse sind nach wie vor gefragt und dabei vor allem die Deutschkurse. Neu ist, dass man nicht nur Italienisch singend lernen kann, sondern auch Spanisch. Passend zum Schwerpunktthema wird erstmals ein Hindi-Einführungskurs angeboten, die neben dem Englisch wichtigste Verkehrssprache in Indien. Eine Neuerung ist auch ein Informations- und  Märchenabend für Hörgeschädigte mit Hilfe einer Schriftdolmetscherin. Diese schreibt das gesprochene Wort möglichst schnell mit, damit hörgeschädigte Menschen das Gesprochene per Beamer mitlesen können. Wie bisher bietet die vh PC-, Mal-, Koch- und jede Menge Yoga-Kurse an. cst

Info Das Programmheft liegt in der Ulmer Volkshochschule, Kornhausplatz, aus und wird am kommenden Samstag, 14. Januar, in der Innenstadt verteilt.

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