Im Zeichen von Husqvarna

Gardena geht seit dem Erwerb durch Husqvarna im Jahr 2006 zunehmend in dem schwedischen Konzern auf. Dadurch erhält der Standort Ulm jedoch mehr Gewicht. Das zeigte sich nun bei einem Mitarbeiterfest.

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Ein Hauptprodukt von Husqvarna: Motorsägen in allen Variationen und mit Griffheizung. Foto: Sophie Krauss

Die wachsende Integration des Ulmer Herstellers von Gartengeräten Gardena in den schwedischen Husqvarna-Konzern wird auch daran deutlich, dass das Mitarbeiterfest auf dem Werksgelände im Donautal am Samstag vollständig unter dem Husqvarna-Etikett lief. Bereits am Eingang wurden Schildmützen mit entsprechendem Schriftzug ausgeteilt. Der Vorstand für Logistik und Produktion Sascha Menges berichtete, man habe auch die frühere Gardena-Logistiktochter Hortus in die Husqvarna-Logistik integriert. Ulm wurde dadurch als Warendrehscheibe aufgewertet. Die Verantwortung im Vertrieb reicht zudem bis in den Mittleren Osten und umfasst auch den afrikanischen Kontinent.

Bei einem Rundgang im Rahmen des Mitarbeiterfests konnten die angemeldeten 3500 Besucher dann allerdings sehen, dass die Marke Gardena zumindest im Zentrum der Produktion am Standort Ulm steht. Dort laufen auch Schlauchstücke aus speziell konfektionierten Maschinen: 20 Millionen Stück im Jahr.

Im Werk an der Hans-Lorenser-Straße arbeiten 175 Stammbeschäftigte in der Montage, dazu kommen 150 Saisonkräfte. Ein großer Teil des Fertigungsvolumens wird nach den Worten von Menges über Werkstätten abgewickelt, in denen behinderte Menschen tätig sind. Gardena ist traditionell ein wichtiger Auftraggeber für diese Einrichtungen.

Das Unternehmen beschäftigt in Ulm etwa 900 Mitarbeiter, mit den umliegenden Standorten Heuchlingen (Kunststoffe) und Niederstotzingen (Metalle) sind es 1600. Der Husqvarna-Konzern beschäftigt insgesamt 15 700 Mitarbeiter und erzielte zuletzt 3,6 Milliarden Euro Umsatz. Der jüngste Quartalsbericht weist darauf hin, dass 2012 ein gutes Jahr für den Konzern wird, erläuterte Menges. Es sei noch unklar, ob die Marke Gardena an den Rekord des Vorjahrs anknüpfen kann, weil Bewässerungsprodukte angesichts des wechselhaften Sommers nicht so stark verkauft wurden.

Die neuen Robotermäher liefen jedoch hervorragend. Menges erwartet noch ein gutes Geschäft im Herbst, und es gebe neue Produkte für den Winter zum Schneeräumen.

Im Qualitätslabor im Donautal wurde auch deutlich, wie eine Gardena-Heckenschere mehrere tausendmal geöffnet und mit Gewichten belastet wird, um die Langlebigkeit zu erproben. In der Logistik liefen fertige Pakete vom Band und wurden automatisch zu Sendungen und Paletten zusammengestellt.

Aus Anlass des Mitarbeiterfests waren auf dem Werksgelände alle wichtigen Husqvarna-Produkte zu sehen, darunter Aufsitzmäher mit Panzersteuerung sowie eine breite Palette von Motorsägen, teils mit Griffheizung. Draußen fertigte ein Fachmann damit Holzschnitzereien an. Die Bedeutung des Familientags wurde auch daran deutlich, dass Personalvorstand Per Ericson eigens aus Stockholm anreiste.

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