Im Rhythmus lebensfroher Farbigkeit

Ein kreatives Multitalent: Bei der Eröffnung seiner Ausstellung "Musikalische Farben" glänzte Hélio Boechat Seródio auch als Musiker und Sänger.

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Wohnt erst seit wenigen Wochen in Ulm: der brasilianische Maler und Musiker Hélio Boechat Seródio. Foto: Volkmar Könneke

Brasilien rückt näher. Zum einen durch die Fußball-WM 2014. Zum andern wird das fünftgrößte Land der Welt, in dem aktuell mit kulturellen Veranstaltungen ein Deutschlandjahr begangen wird, im Oktober Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein. Doch Brasilien ist auch die Heimat von Samba und Bossa Nova. Und die hat Hélio Boechat Seródio, der aus Rio de Janeiro stammt und lange in New York gelebt und gearbeitet hat, im Blut.

Ein Tausendsassa? Jedenfalls ein Allrounder, der nebenher noch sechs oder sieben Sprachen spricht. Und ein kreatives Multitalent: Sänger, Songwriter, Jazzmusiker und Komponist, dazu anerkannter Maler. "Ob ich eine Sinfonie oder ein Klavierkonzert komponiere oder ob ich male", sagt Seródio, "das alles wird meine Sichtweise der Welt zeigen." Wobei die leuchtende Farbigkeit seiner Öl- und Acrylmalerei den Mittvierziger in die Nähe der Jungen Wilden rückt.

Brüssel, Berlin, Frankfurt oder New York. An den großen Schauplätzen stellte Seródio bisher aus. Und wieso jetzt erstmals in Ulm? Vor wenigen Wochen hat es den Künstler, dessen Frau in Ulm als Journalistin arbeitet, mit der Familie an die Donau verschlagen. In Seródios abstrakten Bildkompositionen, aus denen auch mal ein Hundeauge surreal hervorschaut, ist die Linie, vorwiegend im schwungvoll dynamischen Verlauf, ein augenfälliges Element. In dem collageartigen Halbrelief "Multi-Culti-Man" mit Körperteilen aus gebranntem Ton über Metall spricht Seródios augenzwinkernd erzählende Bildersprache ebenso gefällig das Auge und die Fantasie an wie in den kleineren comichaften Formaten. In leichtem Pinselgestus tummeln sich Häuser, Fahrzeuge, Menschen im lebensfrohen Farbrhythmus, wobei dem Betrachter viel Denkraum bleibt.

Bei der Vernissage im Café Si brillierte der Brasilianer, begleitet von Achim Wendt am Schlagzeug, auch als Pianist, Gitarrist und Sänger. Ein Multitalent.

Info: Die Arbeiten von Hélio Boechat Seródio sind bis Ende September im Café Si (Salzstadelgasse 11) zu sehen: Mo-Do 9.30-0 Uhr, Fr-Sa 9.30-01 Uhr, So 12-23 Uhr.

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