Im Fahrstuhl: Jungunternehmer überzeugen in drei Minuten

Die Zeit einer Fahrstuhlfahrt muss genügen, um die Jury von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen: Zehn Gründer geben ihr Bestes.

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Elevator Pitch: Eine Fahrstuhlfahrt Zeit, sich darzustellen.  Foto: 

Der Timer läuft. Das Ende der Redezeit wird vom Publikum überwacht. Es hat die Anweisung zu klatschen, wenn die drei Minuten um sind.

Drei Minuten müssen den Existenzgründern reichen, um ihre Geschäftsidee beim "Elevator Pitch BW" rüberzubringen - einem neuen Veranstaltungsformat, hinter dem das Wirtschaftsministerium steckt und das man mit "Aufzugspräsentation" übersetzen könnte. Die kurze Zeit einer Fahrstuhlfahrt muss genügen, um die Zuhörer vom eigenen Tun zu überzeugen. Verboten: technische Hilfsmittel wie Powerpoint, Videos, Modelle. Zehn Teilnehmer aus der Region Ulm treten im Haus der Wirtschaft gegeneinander an.

Tanja Wulfert und Andreas Woppmann nehmen zwei Tüten Knabberzeug zu Hilfe, "Erdnuss-Chili" und "Gebrannte Mandeln". Die beiden Jungunternehmer inszenieren sich in einem Rollenspiel: Sie gibt die gestresste Unternehmerin, die sich nicht entscheiden kann, welche Knabbervariante sie auf den Markt bringen soll. Er beantwortet im Dialog mit ihr jene Fragen, die ein potentieller Kunde sich stellt. Das Publikum ist einbezogen und stimmt - für die Mandeln. So wird in der gebotenen Kürze klar, was die beiden mit ihrem Marktforschungsinstitut namens Advise von Ulm aus anbieten: Sie erforschen die Meinung von Konsumenten - und zwar schnell, weil Marketingentscheidungen schnell gefällt werden müssen.

Eine andere Jungunternehmerin erzählt die Geschichte eines Silberschmuckherstellers in Mexiko. Exemplarisch für all die Familien, die in Handarbeit Schmuck fertigen, der von der Existenzgründerin nach Deutschland exportiert wird. Sie macht einen engagierten Eindruck, ihr Auftritt ist überzeugend, rhetorisch versiert. Nicht alle Gründer sind große Rhetoriker. Ein Teilnehmer liest vom Blatt ab - er ist weniger Verkäufer in eigener Sache als vielmehr Tüftler und Konstrukteur.

Eine Fachjury bewertet Überzeugungskraft, Vortragsstil und Geschäftsmodell und wählt das Marktforschungsinstitut Advise auf den ersten Platz. Die Gründer haben sich in drei Minuten ein Preisgeld von 500 Euro erarbeitet - und die Qualifikation für das landesweite Finale im Juli in Karlsruhe.

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