IHK und Handwerk gehen mit Optimismus in den Herbst

Industrie, Handel und Handwerk gehen mit Optimismus ins vierte Quartal. Sie beurteilen die konjunkturelle Lage besser als im Frühjahr und freuen sich über die Inlandsnachfrage. Vor allem der Handel meldet Plus.

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Eine lebhafte Inlandsnachfrage und etwas steigende Exportchancen heben die Stimmung bei den regionalen Firmenchefs. Für die kommenden Monate rechnen sie mit einer zunehmenden Belebung der Konjunktur. Das geht aus dem Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer Ulm hervor. Doch es blieben Risiken, heißt es weiter. Die Investitionsbereitschaft bleibe daher noch zurückhaltend. Mit entscheidend für die weitere Entwicklung werde die Weichenstellung der neuen Bundesregierung sein.

Weitere Erkenntnisse aus der IHK-Umfrage: Die regionale Wirtschaft steht auf festem Grund. Zunehmenden Belastungen, vor allem bei den Arbeitskosten, stehen steigende Umsätze gegenüber. Die Gewinnsituation wird wieder etwas positiver bewertet. Somit fallen auch die Beurteilungen der aktuellen Lage besser aus als noch im Frühjahr. 43 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Weitere 46 Prozent bezeichnen die laufenden Geschäfte immerhin noch als befriedigend.

Gestützt wird diese wirtschaftliche Entwicklung vor allem von der Inlandsnachfrage. Höhere Gehälter, eine niedrige Inflation und mehr Beschäftigung sorgen für ein gutes Konsumumfeld. Mit einer September-Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent weist die IHK-Region Ulm weiter die zweitniedrigste der Republik auf. Auch das Auslandsgeschäft läuft auf recht hohem Niveau. Allerdings war es in den vergangenen Monaten nicht frei von Rückschlägen. Zum einen kommen die europäischen Volkswirtschaften gerade erst aus dem Gröbsten heraus. Zum anderen hat das lange Zeit rasante Expansionstempo in den Schwellenländern zuletzt nachgelassen.

Für die kommenden zwölf Monate sehen die Betriebe wieder etwas steigende Exportchancen. Dies sorgt zusammen mit der Inlandsnachfrage dafür, dass auch die Umsatzerwartungen nach oben geschraubt werden. Die Beschäftigungspläne der Betriebe sind allerdings meist noch auf Konstanz ausgerichtet statt auf Steigerung der Mitarbeiterzahl. Das Investitionsklima hat sich gegenüber dem Frühjahr zwar etwas verbessert, aber dies ist vor allem auf Ersatzinvestitionen zurückzuführen.

Auch im Handwerk ist die Stimmung weiter gestiegen. "Zum Jahresende liegen wir in allen wichtigen Zahlen auf dem guten Vorjahresniveau", erklärt Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm. Die Sommermonate wurden bestimmt von einer positiven Binnenkonjunktur und dem Abarbeiten gefüllter Auftragsbücher. Drei von fünf Betrieben (64 Prozent) beurteilen ihre e Geschäftslage als gut, damit liegt die Geschäftslage liegt im Kammerbezirk weiter über dem Landesdurchschnitt. Jeder vierte Betrieb (26 Prozent) meldet ein Auftragsplus, der Großteil (51 Prozent) hat dieselbe Auftragssituation wie in den Vormonaten. Im Raum Alb-Donau melden 84 Prozent der Betriebe eine Auslastung von 80 Prozent und höher.

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