Hubschrauber-Landeplatz in Burlafingen genehmigt

In Burlafingen dürfen künftig Hubschrauber landen. Die Regierung von Oberbayern hat damit dem Wunsch eines Unternehmens entsprochen.

|

Der Burlafinger Unternehmer Dieter Eitle darf auf einem Grundstück an der Thalfinger Straße, direkt neben dem Parkplatz der ehemaligen Küchenbaufirma Knabl, einen Hubschrauber-Landeplatz anlegen. Das Luftamt Südbayern der Regierung von Oberbayern hat die Genehmigung erteilt. Erlaubt sind demnach maximal 300 Flugbewegungen pro Jahr, höchstens vier pro Tag und höchstens zwei tägliche Flüge an Sonn- und Feiertagen. „Damit werden die Belange des Fluglärmschutzes ausreichend berücksichtigt“, heißt es zur Begründung. Im Verfahren prüfte das Luftamt nach eigener Darstellung vor allem den Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm.

Auch die Auswirkungen des geplanten Landeplatzes auf Natur und Umwelt seien umfassend geprüft worden, teilt die Regierung von Oberbayern mit. Die Eingriffe in Natur und Landschaft, die nicht vermeidbar seien, werden „ausreichend begrenzt“.

Gegen Eitles Vorhaben hatte sich in Burlafingen gleich nach Bekanntwerden Widerstand geregt. Anwohner fürchteten in erster Linie Fluglärm. Sorgen bereitete manchen auch, dass bewohntes Gebiet überflogen werden könnte. Die Landeplatz-Gegner sammelten 140 Unterschriften. 157 Einwendungen lagen dem Luftamt während des Genehmigungsverfahrens vor. Sie richteten sich vor allem gegen Fluglärm, Eingriffe in die Natur, Unfall- und Absturzrisiken und die Wertminderung der Immobilien. Behörden und die so genannten Träger öffentlicher Belange hatten laut Luftamt keine grundsätzlichen Bedenken geäußert. Unter Bewohnern hatte für Unmut gesorgt, dass sich die Stadtverwaltung Neu-Ulm nicht mit dem Vorhaben beschäftigte. Die Stadt hatte darauf verwiesen, dass sie nicht zuständig sei.

Die Fassadenbau-Firma Eitle hat Mitarbeiter schon bisher per Hubschrauber zu Niederlassungen oder Baustellen teils im Ausland geflogen. Die Hubschrauber starteten und landeten auf dem Parkplatz vor dem früheren Knabl-Gebäude. Daneben soll nun auf einer Wiese ein richtiger Landeplatz mit einem Durchmesser von 18 Quadratmetern angelegt werden. Eitle hatte in einer Versammlung versichert, dass sich im Vergleich zum jetzigen Flugbetrieb nur wenig ändern werde.

Der Unternehmer betonte auch, dass der Hubschrauber nicht über bewohntes Gebiet fliegen werde, sondern die Flugschneise über die Deponie Richtung Donau verlaufen werde.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bahnhof Senden: Steg statt Unterführung

Durchbruch: Die Sendener können künftig im Bereich des Bahnhofes die Gleise queren. Statt dem geplanten Tunnel wird eine Überführung gebaut. weiter lesen