Honold und Karletshofer bauen nördlich der Lessingstraße neu

Im Neu-Ulmer Gewerbegebiet an der Bahnlinie wollen zwei benachbarte Firmen erweitern. Die Stadträte gaben grünes Licht. Für Offenhausen jenseits der Gleise werde es nicht lauter, sondern eher leiser, hieß es.

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Seit 2010 besteht das Logistikzentrum der Honold Logistik Gruppe auf einer ehemaligen Militärbrache im Gewerbegebiet "Nördlich der Lessingstraße". Zwei Hallen à 5000 Quadratmeter Grundfläche stehen bereits, eine dritte ist in der Planung bereits fortgeschritten. Wegen großer Nachfrage nach Lager- und Abstellflächen will Honold den Betrieb nun um eine vierte Halle erweitern und zusätzlich Abstellplätze für Lastwagen, Fahrzeugteile und Container anlegen.

Kein Problem, fanden die Stadträte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Hochbau und Umwelt. Sie stimmten der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans geschlossen zu. Die Erweiterungspläne der Firma Honold seien rechtlich zulässig und fachlich sinnvoll, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg.

Mehr Bedenken hatten die Stadträte bei einem Bauvorhaben direkt neben Honold, stimmten letztlich aber auch einmütig zu. Die Firma Karletshofer lagert dort unter anderem Schrott aus Eisen und anderen Metallen. Die Firma will den Betrieb um eine Metallschere für Schrott, um Abstellflächen und langfristig eine weitere Halle erweitern.

Einige Stadträte hatten Bedenken wegen des Lärms. Denn das Gelände der Firma Karletshofer grenzt direkt an die Bahnlinie nach München, und kurz jenseits der Gleise liegt Offenhausen mit dem geplanten Neubaugebiet Lönsstraße. Dort entstehen rund 60 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Einerseits wolle man die Firma in ihrem Erweiterungsplänen nicht behindern, sagte Christa Wanke (CSU). Andererseits seien die Bewohner im Süden von Offenhausen schon lärmgeplagt genug. "Die Bahn, die Firmen - in der Summe kommt da einiges zusammen." Die Stadtverwaltung hatte das Lärmproblem auch im Blick und gab deshalb beim Büro Tecum eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag. Als Ergebnis muss Karletshofer eine Lärmschutzwand bauen. Außerdem wurde die Zufahrt für die Lastwagen, die laut Chefstadtplaner Jörg Oberle auch nachts verkehren, nach Süden, also Richtung Gewerbegebiet, gelegt. Der Lärm wäre dann nach Süden und nicht nach Norden Richtung Offenhausen ausgelegt, sagte Oberle. Er ist überzeugt: "Für den Norden wirds sogar besser als jetzt."

Eine Schrottschere zu betreiben, sei darüber hinaus nur in einem Industriegebiet zulässig. Sollte die Firma Karletshofer je ihren Betrieb einstellen, würde das Gelände wieder zum Gewerbegebiet, sagte Oberle. Dafür gelten niedrigere Lärmgrenzwerte.

Die FWG sorgte sich dagegen um Zauneidechsen, die in dem Gebiet leben sollen. Tun sie aber nicht, sagte Fredegart Blaschke von der Abteilung Stadtplanung. Im Bereich der Firma Karletshofer seien keine Zauneidechsen entdeckt worden, dafür weiter östlich auf dem Gelände der Firma Honold.

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