Höhenflug bei Gewerbesteuereinnahmen in Neu-Ulm

Der Stadt Neu-Ulm geht es finanziell so gut wie lange nicht. Das geht aus dem Finanzzwischenbericht vor, den Kämmerer Berthold Stier dem Stadtrat präsentiert hat.

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"Der Höhenflug bei der Gewerbesteuer hält an", sagte Stier, der bis zum Jahresende mit Einnahmen in Höhe von 38 Millionen Euro rechnet. "Eine äußerst komfortable Situation." Dem Kämmerer zufolge wird die Stadt zum Jahresende voraussichtlich 14 Millionen Euro zu den Rücklagen stellen können, vor der Sommerpause war man noch von 11 Millionen Euro ausgegangen. Das Geld sei allerdings auch vonnöten, "um das gewaltige Paket für das nächste Jahr zu stemmen", sagte Stier in Anspielung auf die Anfang November beginnenden Haushaltsberatungen.

Oberbürgermeister Gerold Noerenberg (CSU) korrigierte Stier nur in einem Punkt: "Es geht uns nicht sehr gut, es geht uns saugut." Gleichwohl appellierte er an die Stadträte, "unsere vorsichtige Finanzpolitik fortzusetzen und den Haushalt nicht bis zum Letzten auszureizen". Die guten Zahlen zeigten überdies, dass man es in Neu-Ulm derzeit mit "Luxusproblemen" zu tun habe, sagte das Stadtoberhaupt zur Dauerdebatte um die mangelnde Attraktivität der Innenstadt. In Anspielung auf den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der seine Stadt als "arm, aber sexy" bezeichnet hatte, meinte Noerenberg: "Da bin ich stolz, dass wir unsexy, aber reich sind."

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