Hilfe für Möbel Mahler bei Neuausrichtung

Möbel Mahler schrumpft seine Firmenstruktur. Mehrere Bereiche sollen ausgelagert werden. Am Stammsitz bleiben nur wenige der 360 Mitarbeiter.

|
Möbel Mahler in Neu-Ulm.  Foto: 
Nach der Entscheidung, die Standorte Bopfingen (Ostalbkreis) und Wolfratshausen (Oberbayern) zu schließen, wird bei Möbel Mahler an der neuen Struktur gefeilt. Fest steht bisher, dass sich das Familienunternehmen mit der Unterstützung des Möbelriesen XXX Lutz auf den Standort Neu-Ulm konzentriert. Die österreichische Kette wird künftig den Einkauf für Mahler übernehmen. „Der Verkauf und die Logistik kommen komplett nach Neu-Ulm“, sagte Seniorchef Gerd Mahler (64) vor Journalisten.

Ob Verwaltung und Buchhaltung am Firmensitz in Bopfingen in eigener Hand blieben oder ebenfalls ausgelagert würden, sei derzeit noch offen. In Bopfingen sollen nur die Projektsparte und zwischen 5 und 20 Mitarbeiter verbleiben.

Im Rahmen der Restrukturierung arbeitet Mahler bereits seit Jahresbeginn mit Hans-Jürgen Titz zusammen. Der sanierungserfahrene Rechtsanwalt aus Planegg bei München ist Experte für Ertragssteigerung und hilft dabei, den kaufmännischen Bereich neu aufzustellen, wie ein Sprecher des Möbelhauses erläuterte. Titz ist seit kurzem, wie auch Uwe Kern, der langjährige Hausleiter in Bopfingen, zum Geschäftsführer der Möbel Mahler Einrichtungszentrum Beteiligungs GmbH Neu-Ulm bestellt worden.

Derweil laufen in Bopfingen und Wolfratshausen Gespräche über einen Sozialplan. Mahler hat nach eigenen Angaben wegen der Schließung der Standorte allen rund 600 Mitarbeitern gekündigt. Jedoch hofft er, dass Mitarbeiter aus Bopfingen künftig im 80 Kilometer entfernten Ulm arbeiten werden. Dort habe das Unternehmen seit der Eröffnung vor etwas mehr als zwei Jahren das Problem, nicht genügend Mitarbeiter zu finden. Der Betriebsrat in Bopfingen sieht gute Chancen, dass er sich mit der Familie Mahler auf einen Sozialplan einigen kann: „Das ist der Wunsch beider Seiten.“ Allerdings gibt es nur in zwei der sechs betroffenen Firmen einen Betriebsrat und damit die Pflicht zu einem Sozialplan. Gerd Mahler betonte, dass er dennoch allen Mitarbeitern Abfindungen bezahlen wolle.

In Neu-Ulm will Mahler unter anderem investieren und das Sortiment verbreitern. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 60 Millionen Euro und einen Verlust, der nicht näher beziffert wurde.
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Täter von Eislingen entschuldigt sich in Abschiedsbrief

Drei Tote in Eislinger Tiefgarage: Der mutmaßliche Täter hat seiner Noch-Ehefrau und deren Freund mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten und sich offenbar durch einen Kopfschuss selbst getötet. Er entschuldigt sich für die Tat in einem Abschiedsbrief. weiter lesen