HEUTE IST PREMIERE: "Bunbury"

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Die Komödie "Bunbury oder Ernst sein ist alles" von Oscar Wilde, die heute, Donnerstag, 20 Uhr, im Großen Haus des Theaters Ulm Premiere feiert, ist ein Klassiker der Gesellschaftskomödie. Sie wurde 1895 in London uraufgeführt und gilt als ein Meisterstück Wildes.

Handlung: Algernon und Jack, zwei junge Männer der besseren Gesellschaft, lassen sich einiges einfallen, um sich trotz ihren Verpflichtungen bei Diners, Empfängen und im Club noch ordentlich amüsieren zu können. Dabei sind die beiden auf ähnliche Ideen gekommen: Algy hat einen Freund namens Bunbury als permanente Ausrede erfunden, Jack einen fiktiven Bruder namens Ernst. In ernsthafte Probleme geraten sie, als sie unabhängig voneinander den jungen Damen Gwendolen und Cecily in der Rolle des erfundenen Bruders einen Heiratsantrag machen. Denn die sind hingerissen davon, dass ihr künftiger Gatte den Namen "Ernst" trägt. Trotz wüster Lügengeschichten kommen Töpfe und Deckel am Ende zusammen, gepaart mit der Erkenntnis: "Es ist etwas Furchtbares für einen Mann, plötzlich zu entdecken, dass er sein ganzes Leben lang nichts als die Wahrheit gesprochen hat."

Regisseur Tom Gerber, Jahrgang 1967, inszeniert zum ersten Mal am Theater Ulm. Er ist Regisseur und Schauspieler, derzeit Ensemblemitglied des Schauspiels Essen. Um in der Inszenierung von Wildes Stück zur Komik vorzudringen, habe er erstmal das Drama der Figuren finden müssen, sagt Gerber. Man müsse erkennen, welche Mängel die Charaktere haben und von welchen Nöten sie getrieben werden. Was sagen sie trotz all der wortreichen Konversation eben gerade nicht? Hinter welchen Masken verstecken sie sich? Bühne und Kostüme sind von Mona Hapke.

Übersetzung: An der Aufgabe, Wildes geist- und anspielungsreichen Wortwitz ins Deutsche zu übertragen, haben sich viele Theatermacher versucht. Grundlage der Ulmer Inszenierung ist eine Übersetzung, die Andreas von Studnitz vor 20 Jahren in Bremen erarbeitet hat.

Es spielen: Fabian Gröver (Algernon), Raphael Westermeier (Jack), Johanna Paschinger (Cecily), Tini Prüfert (Gwendolen), Sibylle Schleicher (Miss Prism), Ulla Willick (Lady Bracknell), Wilhelm Schlotterer (Reverend Chasuble), Jörg-Heinrich Benthien (Lane/Merriman).

Aufführungsdauer: Zwei Stunden, 20 Minuten; eine Pause.

Nachtkritik: Rund eine Stunde nach Ende der Aufführung gibt es unter swp.de eine Kurzkritik.

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