Heimstätte setzt auf Nachhaltigkeit

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„Nachhaltigkeit ist für uns keine Modeerscheinung, sondern ein gelebtes Unternehmensziel.“ Für Christoph Neis, Vorstandsmitglied der Ulmer Heimstätte, ist somit auch der erste Nachhaltigkeitsbericht, den die Wohnungsbaugenossenschaft am Freitag vorstellte, nur folgerichtig. „Wir wirtschaften bestandsorientiert und bauen für die nächste Generation.“ An diesem Grundsatz lasse sich der Unternehmensgedanke bereits ablesen.

Im Oktober wurde der Ulmer Heimstätte bestätigt, die Anforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex zu erfüllen. Um diese vom Rat für nachhaltige Entwicklung zu  erhalten, müssen Betriebe einen 20 Punkte umfassenden Kriterien-Katalog aus den Bereichen Strategie, Prozessmanagement und Gesellschaft abarbeiten. „Diesen Prozess haben wir letztendlich auch zum Anlass genommen, den Bericht zu verfassen und zu veröffentlichen“, erklärte Neiss bei der Vorstellung das Vorgehen. Die Voraussetzungen, um die Kriterien wie Ressourcenmanagement oder Verantwortung zu erfüllen, habe die Genossenschaft bereits zu Beginn des Prozesses nachweisen können. „Wir mussten die Daten nur in eine andere Form bringen“, berichtete Neiss. Der Nachhaltigkeitsbericht soll nun künftig alle zwei Jahre erscheinen.

Im Bereich energetische Sanierungen wird sich bis 2018 nicht mehr so viel im Gebäudestand der Heimstätte tun, berichtet Neis. Dreiviertel der Häuser sei bereits energetisch modernisiert. „Mit dem Großteil sind wir durch.“ Im Bestand gebe es aber auch Gebäude für die eine Sanierung nicht mehr in Frage komme, aufgrund der Bausubstanz oder der Grundrisse der Wohnungen. „Hier gibt es eine Restlaufzeit und dann einen Neubau.“

Wichtig ist Michael Lott, ebenfalls Vorstandsmitglied, dass sich neben Wirtschaft und Umwelt auch der Bereich Soziales in dem Bericht niederschlägt. „Diese Informationen kommen bei der Vertreterversammlung nicht zur Sprache.“ 

Umwelt Knapp 38 Prozent der 2414 Wohneinheiten der Heimstätte werden mit regenerativen Energiequellen beheizt, etwa auch mit dem Rücklauf der Fernwärme.

Wirtschaft Die Eigenkapitalquote der Genossenschaft liegt bei 27,8 Prozent. Ende 2015 hatte die Genossenschaft 5641 Mitglieder und beschäftigte 32 Mitarbeiter.

Soziales Die durchschnittliche Mietdauer beträgt 10,5 Jahre. Rund 57 Prozent sind Drei-Zimmerwohnungen.

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