Heimstätte investiert kräftig

Bezahlbare oder gar geförderte Wohnungen gibt es nicht genug. Die Heimstätte gehört zu den wenigen Akteuren, die sich auf diesem Markt engagieren.

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Die Ulmer Heimstätte wird nicht müde, in ihre Wohnungen zu investieren, allein im vergangenen Jahr 6,7 Millionen Euro. Umgerechnet auf einen Quadratmeter Wohnfläche ergibt das einen Betrag von 41 Euro. Dieser Wert liegt weit über der Empfehlungen des Verbands Baden-Württembergischer Wohnungsunternehmen, der für 15 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche eintritt.

Zwei Maßnahmen haben alle Mieter betroffen: Die Heimstätte begann vergangenes Jahr ihre Wohnungen mit Rauchwarnmeldern auszurüsten - somit Jahre bevor es gesetzlich vorgeschrieben wird. Dieses Jahr werden alle Wohnungen mit Warnmeldern versorgt sein. Und die Genossenschaft ließ das Trinkwasser in ihren Häusern auf Legionellen untersuchten - gemäß der geänderten Ulmer Trinkwasserverordnung. "Unsere Anlagen sind in Ordnung", sagte Vorstandsmitglied Christoph Neis während der Vertreterversammlung im Stadthaus, "kleinere Probleme konnten kurzfristig gelöst werden".

Abgesehen davon wurden die Heizungen mehrerer Häuser in Wiblingen und in der Weststadt modernisiert. Trotz großer Instandhaltungs- und Modernisierungsanstrengungen stößt die Genossenschaft an Grenzen, was Barrierefreiheit und Anpassung der Grundrisse an moderne Wohnbedürfnisse angeht. Der Neubau von Mietwohnungen ist deshalb aus Sicht des Vorstands zwingend notwendig.

Der vor einem Jahr angekündigte Neubau im Nüblingweg auf dem Gelände der ehemaligen Nüblinghalle in der Weststadt steht bereits kurz vor Baubeginn. Er umfasst 43 barrierefreie Mietwohnungen und ist auch insofern von Bedeutung, als die Heimstätte dort erstmals seit Jahren wieder geförderten Wohnraum schafft, sofern das von der neuen Landesregierung aufgelegte, attraktive Landeswohnraumprogramm einer Prüfung durch die EU-Kommission standhält.

Interessant ist zudem der Wohnungsmix des Projekts: Ein Drittel der Wohnungen sind Vier-Zimmer-Wohnungen. Eine Größenordnung, wie sie auch aus der Wohnungsbaudebatte 2011 der Stadt Ulm als Ergebnis resultierte. Und die Heimstätte baut im Nüblingweg zwei Wohnungen für Wohngruppen, in denen Menschen mit Behinderung wohnen können.

Heimstätte in Zahlen
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