Verkehr: Handybenutzer sehen und hören nichts

Der Autoclub Europa hat in Ulm Fußgänger mit Smartphone beobachtet und in der Friedrich-Ebert-Straße auch gezählt.

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WhatsApp, Facebook, Nachrichten und Apps: Augen, Ohren und Gedanken sind bei vielen Fußgängern nicht beim Verkehr, wenn sie eine Straße überqueren. Und das, obwohl sie mit Radlern die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind. „Innerorts stellen sie 60 Prozent aller Verkehrstoten dar“, sagt Klaus Kopp, Pressesprecher des Autoclubs Europa (ACE), Kreisgruppe Ulm. Deshalb machte Deutschlands zweitgrößter Autoclub kürzlich im Rahmen der Verkehrssicherheits-Aktion „Finger weg!“ auch in Ulm Fußgänger auf die Gefahr durch Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam.

In der Friedrich-Ebert-Straße wurden auf dem Übergang zwischen Fußgängerzone und Bahnhof innerhalb einer Stunde 1572 Fußgänger gezählt. Davon waren 426 mit dem Smartphone beschäftigt – 27,1 Prozent, teilt der ACE mit. Bei Kindern und Jugendlichen lag die Quote sogar bei 31,7 Prozent. Diejenigen mit Ohrstöpseln und dem Blick aufs Smartphone konnten das Verkehrsgeschehen kaum noch wahrnehmen. „Niemand kann gleichzeitig Nachrichten checken und auf den Verkehr achten. Das ist eine lebensgefährliche Selbstüberschätzung“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete und Schirmherrin der Aktion in Ulm, Hilde Mattheis. „Wir wollen einen Denkanstoß geben“, ergänzt Karl-Heinz Becker, der ACE-Kreisvorsitzende. Speziell Eltern und Erwachsene sollten Vorbild sein und Handys und Smartphones bewusst gebrauchen. „Oder eben auch mal stecken lassen.“

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