Handel fordert Hilfe gegen Gewalt und Drogen in der City

Der Ulmer Innenstadthandel klagt über Gewalt und Drogen. Sport Sohn zeigte Videos mit brutalen Schlägereien in der oberen Bahnhofstraße. Die Polizei will die neue Problemzone im Blick behalten.

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Herbstliche Tristesse in der oberen Bahnhofstraße. Hier erleben die umliegenden Geschäfte zunehmend Gewalt und Drogenhandel. Sie fordern mehr Hilfe von Stadt und Polizei.  Foto: 

Aus Sicht des Ulmer Handels sorgen aggressive Flüchtlinge, Drogendealer,  Bettlerbanden und eine zunehmende Zahl von Ladendieben für unhaltbare Zustände in der oberen Bahnhofstraße, vor allem im Umfeld des Mc Donald’s-Containers, Sport Sohn und Peek & Cloppenburg – neuerdings auch hinter den Handelshäusern zur Sedelhofgasse hin. Die Security von Sport Sohn zeigte beim ersten runden Handels-Stammtisch der CDU im Ratskeller brutale Videos von den Schlägereien. Security-Chef Sertan Cam sagte, er kenne zwischenzeitlich „alle Gruppen“, die sich in dem Quartier aufhalten, darunter Afghanen und Syrer. Es komme auch zu Auseinandersetzungen von Flüchtlingsgruppen, die aus mehreren Heimen wie Langenau und Biberach anreisen. Es gab zudem eine Großschlägerei mit mehr als 100 Personen, bei der später die Polizei eingeschritten sei. Bei Sport Sohn habe man im Kontext von Ladendiebstählen mehrere Hausverbote ausgesprochen: „Wir haben die Namen, alles“, sagte Cam. Die Polizei unternehme jedoch zu wenig.

Schockierende Szenen

CDU-Fraktionschef Thomas Kienle will das Thema am Mittwoch bei einer Sicherheitskonferenz im Rathaus zur Sprache bringen. Die Einzelhändler konnten ihre Sorgen schon am Dienstag bei einem von Citymanager Henning Krone in die Wege geleiteten Termin mit OB Gunter Czisch vortragen. Kienle zeigte sich schockiert nach den Videos. Er wolle keine Sequenzen mehr sehen, in denen sich in Ulm junge Schläger auf den Kopf treten, während nebenher der Straßenkehrer in aller Seelenruhe die Mülleimer leert. Notfalls will Kienle eine öffentliche Videoüberwachung wie in Mannheim.

Seitens P & C berichtete Chefin Ute Dieterich, dass sich vor allem am Wochenende insgesamt drei Gruppierungen hinter den Geschäften an der Sedelhofgasse treffen: „Da fahren dann vier, fünf BMW vor.“ Am Personaleingang herrsche trotz der neu installierten Videoüberwachung zunehmend Angst. Die Gruppen hätten schon auf ihr Auto geschlagen, ihre Mitarbeiterinnen seien „unflätig“ beschimpft worden.

Gleichzeitig sei die Diebstahlquote enorm gestiegen: „Die klauen bandenmäßig.“ Zuletzt hätten sich fünf Männer auf einer Etage des Ladens verteilt, die man nicht alle dingfest machen konnte. Die Polizei lasse sie ohnehin rasch wieder laufen, so dass sie sogar zu P & C zurückkommen könnten: „Die Mitarbeiterinnen haben Angst.“ Die Rechtsprechung habe anscheinend zunehmend keine Handhabe mehr. So bekomme man von den Strafverfolgungsbehörden nach einer Anzeige meist die Mitteilung, dass das Verfahren eingestellt wurde oder der Beschuldigte nicht mehr auffindbar sei. Seitens Schuhpoint Tress berichtete Frank Tress von einem weiteren Hotspot an der Dreiköniggasse, wo sich demnach Kasachen treffen, mit massiven Drogen- und Alkoholproblemen. Auch gestohlene Fahrräder würden dort umgeschlagen, die Webergasse diene als Toilette. Das Rathaus wolle aber die Bänke nicht abbauen. Das Württembergische Reisebüro in der Wengengasse hat keine billigen Bahn- und Flixbus-Tickets mehr: um schwierige Kundschaft abzuhalten.

Dealer treten offen auf

Citymanager Krone erzählte davon, dass unweit in der Ulmer Gasse die Fenster des Kinderparks abgeklebt werden mussten, weil Jugendliche dort bewusst vor den Kindern ihre Notdurft verrichten. In der Bahnhofstraße übergeben sich Drogenabhängige nach den Worten von Sport-Sohn-Chef Christoph Holbein regelmäßig gegen die Schaufenster. Vor allem am Baumrondell bei der Apotheke hielten sich täglich 20 bis 30 Personen auf. Es gibt Videos davon, wie dort Drogenersatzstoffe gehandelt und auf offener Szene Handwerkerautos aufgebrochen werden, zudem von Schlägereien der Dealer. Nicht nur Kunden, auch Mitarbeiter seien verängstigt. Früher oder später blieben die Lehrlinge weg.

Bei der Polizei räumte Sprecher Wolfgang Jürgens ein, dass die obere Bahnhofstraße zur Problemzone werde, weil sich auch Gruppen vom Bahnhofsvorplatz wegen der Baustellen hierher zurückgezogen hätten. Es sei auch klar, dass sich Drogenersatz-Praxen im Umfeld befinden und Süchtige erhaltene Substanzen illegal weiterverkaufen. Man könne in einer Fußgängerzone nicht einfach Platzverweise aussprechen, müsse aber diese neue Entwicklung zweifellos stoppen.

Holbein stellte in dem Kontext die Frage, inwieweit Handel im Zuge der neueren Stadtplanung in Ulm überhaupt noch erwünscht sei: „Wir haben das Gefühl, dass wir das Problem sind.“ Michael Ratter sagte, die Frequenz in der City lasse wegen der Baustellen vor allem samstags stark nach. Man müsse diesem Trend dringend entgegentreten.

Kommentar zu Gewalt und Drogen: Auswüchse auf keinen Fall dulden

Solche Filmdokumente über die Lage in der City hat man noch selten gesehen. Aggressive Schläger, die ihren Kontrahenten mit gesenktem Kopf in den Bauch rennen, um sie umzustoßen. Ausgerastete Dealer, die bei der Ulmer Diagonale Boxkämpfe austragen. Die Security von Sport Sohn hat ermittelt, dass mehrere Flüchtlingsgruppen an den Auseinandersetzungen beteiligt sind. Beim Drogenproblem kommt aus Sicht des City-Marketings hinzu, dass umliegende Mittelzentren nicht mehr über Methadon-Praxen verfügen, sondern die Programme nur in Ulm vorhanden sind.

So ist in der oberen Bahnhofstraße wohl ein schwieriges Umfeld entstanden, das mehr Aufmerksamkeit erfordert. Es ist klar, dass eine Großstadt wie Ulm auch soziale Spannungen mit sich bringt. Aber es darf auf keinen Fall soweit kommen, dass Verkäuferinnen in einem Laden abends am Personaleingang angemacht oder bedroht werden – womöglich von einem Ladendieb, den sie nachmittags entdeckt und angezeigt haben.

Das Rathaus hat hier eine Verantwortung gegenüber dem Handel, der sich zunehmend als ungeliebtes Kind empfindet. So blieb beim Runden Tisch der CDU im Raum stehen, ob die Läden Showrooms werden und man die Ware nur noch im Internet kauft. Das wäre, wie Christoph Holbein von Sport Sohn sagte, in der Tat auch für Stadt eine Katastrophe.

Ein Kommentar von Frank König.

Sicherheitsdebatte Die Sicherheit in der Hirsch- und Bahnhofstraße war Thema eines Gesprächs gestern im Rathaus mit OB, Händlern, Bürgerdiensten, Streetworkern und Polizei. Darin wurde nach Mitteilung der Stadt vereinbart, dass Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst, private Security und Streetworker in der Vorweihnachtszeit mehr Präsenz zeigen. Man habe sich mit dem Handel angenähert, sagte Polizeisprecher Jürgens. Bei einem Runden Tisch heute geht es allgemein um die Sicherheit und Ordnung in der Innenstadt, etwa um Einbrüche, Kleinkriminalität und Veranstaltungssicherheit.

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Kommentare

16.11.2017 06:21 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „A auf „"A auf „nein wirklich?”””””

Zitat: Muss man denn wirklich alles soooo ausführlich abhandeln?
Ja ich weiß das ist lästig. Aber wie ich bereits schrieb, wenn jemand sagt "ein paar (von vielen)" oder "manchmal" und ähnliches kommt bei diesem Thema hundertprozentig ziemlich schnell jemand der daraus "alle" und "immer" macht und mit wirklichkeitsfremden Argumenten gegen eine nie geäußerte Aussage kämpft. Dass sich das aufschaukelt ist eine zu erwartende Folge.
Wenn dieser Unsinn unterlassen würde, käme eine sinnvolle Diskussion zustande. Solange sich diejenigen die sich für nicht extrem halten immer auf der extremsten Gegenseite positionieren, bleibt es ein hin und her.

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11.11.2017 06:25 Uhr

Antwort auf „A auf „"A auf „nein wirklich?””””

+++Zitat Daniel Mau: Alle Verbrecher. Auch die von denen wir immer noch nicht glauben wollen dass es sie gibt.+++

Alle Täter (Straftäter / Verbrecher) die eine Straftat begannen haben, gehören bestraft. Wenn ich alle schreibe, dann meine ich auch alle.

Und die, bei denen Sie nur glauben, es würde sich um Straftäter handeln, die gehören erst bestraft, wenn Ihnen eine strafbare Handlung nachgewiesen wurde. Das macht sie dann zu Tätern und gehören auch betraft.

Muss man denn wirklich alles soooo ausführlich abhandeln?

+++Zitat Daniel Mau: Ich erwarte keine kriminellen Reaktionen, nicht im Sinn von erhoffen. Aber ich befürchte dass die Abneigung gegen alles Fremde weiter zunimmt. Wenn das der Fall ist bricht unsere Sicherheit noch weiter ein.+++

Das hatte ich doch geschrieben: Ich hoffe, dass sich die Wutbürger besinnen und nicht zu kriminellem Handeln aufrufen. Von diversen Leserbriefschreibern konnten wir ja schon lesen, wie sie zu Knüppeln und Lynchjustiz aufrufen. Interessanter weise wurden diese Leserbriefe von den wenigstens kommentiert (die wurden wohl zu schnell gelöscht).

Ich hoffe, dass Recht und Sicherheit weiterhin in den Händen der Polizei und Justiz bleibt und ich hoffe auch, dass weiterhin „alle Menschen vor dem Gesetz gleich bleiben“.

+++Zitat Daniel Mau: Wir hatten schon Stressmacher im Land, jetzt sind neue dazugekommen. Ok war unausweichlich. +++

Das lässt sich leider nicht verhindern.

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10.11.2017 20:08 Uhr

keine Flüchtlinge

Herr Dombrowsky, es wäre schon hilfreich die kriminellen Syrer und Afghanen nicht pauschal als 'Flüchtlinge' zu bezeichnen, denn ich gehe stark davon aus dass die meisten davon über mehrere sichere Drittstaaten zielgerichtet Richtung Deutschland marschiert sind. Das macht sie zu Wirtschaftsmigranten

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10.11.2017 06:49 Uhr

Antwort auf „"Antwort auf „nein wirklich?”””

Die Situation wäre nicht behoben, aber besser wäre sie mit etwas weniger Stressmachern schon. Können wir uns darauf einigen?

Zitat: Ich finde es nur nicht in Ordnung, wenn man immer pauschal alle Menschen einer Gruppe ... verantwortlich ... macht.
Ich doch auch nicht! Das wollte ich auch ausdrücklich so darstellen. Aber ganz unter den Tisch kehren ist eben genauso keine Lösung.
Wir sollten aufhören auf "manche sind so" mit "nein nicht alle sind so" zu antworten.

Wir hatten schon Stressmacher im Land, jetzt sind neue dazugekommen. Ok war unausweichlich. Jetzt sollte man endlich beginnen es zu sehen statt es erstaunt und entsetzt anzuzweifeln. Pauschales Gerede von Härte ohne Taten.
Wo ist das Zeichen das die Leute wieder etwas zur Ruhe bringt? Die Krise in den Köpfen ist noch lange nicht ausgestanden, die Wahl hats gezeigt.

Ich erwarte keine kriminellen Reaktionen, nicht im Sinn von erhoffen. Aber ich befürchte dass die Abneigung gegen alles Fremde weiter zunimmt. Wenn das der Fall ist bricht unsere Sicherheit noch weiter ein.

Zitat: Verbrecher gehören bestraft – da sind wir uns einig. Aber eben nur Verbrecher.
Exakt! Nur Verbrecher.
Alle Verbrecher. Auch die von denen wir immer noch nicht glauben wollen dass es sie gibt.

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09.11.2017 20:53 Uhr

"Antwort auf „nein wirklich?””

+++Zitat Daniel Mau: „Ohne die [Anmerkung: Flüchtlinge] gäbe es diesen Artikel nicht.“+++

Wie kommen Sie jetzt auf diese Idee? Für die Zustände oben in der Bahnhofstraße sind doch nicht „Flüchtlinge“ allein verantwortlich. Der Artikel beschreibt doch sehr gut die Probleme und weist darauf hin, dass nicht nur Flüchtlinge für die „Randale“ verantwortlich sind.

Ich kann nicht beurteilen, wie viele Flüchtlinge sich an Auseinandersetzungen und Ladendiebstählen beteiligen. Ich finde es nur nicht in Ordnung, wenn man immer pauschal alle Menschen einer Gruppe (hier: Flüchtlinge) verantwortlich für die Fehler von ein „paar“ Personen macht.

Verbrecher gehören bestraft – da sind wir uns einig.
Aber eben nur Verbrecher.

Etwas anderes hat noch kein linksgrünversiffter GutMensch oder Teddybärchenwerfer gefordert.

+++Zitat Daniel Mau: Was für eine Reaktion ist von der Bevölkerung zu erwarten? +++

Mit Sicherheit keine Reaktion, die die Bevölkerung zu kriminellem Handeln aufruft, denn dadurch werden die Probleme nicht gelöst.

+++Zitat Daniel Mau: Letztendlich kommt es auf die Meinung an die sich bildet...()... Aber sich dann wundern wenn die AfD groß wird. +++

Wenn man tagtäglich verfolgt, was aus der Ecke der AfD kommt, dann wundere ich mich schon, dass so viele Menschen auf deren Hetze mitreiten. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

+++Zitat Daniel Mau: Ich finde Ihr Argument seltsam. Es waren ja schon immer Chaoten im Land, was änderts dann wenn jetzt noch weitere da sind. +++

Das ist Ihre Auslegung. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Zustände u.U. auch nicht besser wären, wenn die Gruppe der Flüchtlinge in der Bahnhofstraße nicht präsent wäre. Was Sie daraus machen ist Ihr Problem.

+++Zitat Daniel Mau: Sollte man nicht trotzdem darauf achten wer kommt?+++

Keine Frage, darauf sollte man schon achten, nur, im Herbst 2015 war man aud diesen Ansturm nicht vorbereitet und man tat sich einfach schwer, die Guten von den Bösen zu trennen. Die Grenzen sind ja nicht erst seit 2015 offen.

+++Zitat Daniel Mau: Sie machen da eine spitzen Werbung für die rechtsorientierten Parteien. Ist Ihnen das bewusst?+++

Wie gesagt, jeder kann sich etwas so zurechtlegen, wie er es braucht.

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09.11.2017 18:07 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „nein wirklich?””

Zitat: Wäre die Hirschstraße denn sicherer, wenn die Flüchtlinge nicht eingereist wären?

Unterscheiden wir zwischen Flüchtlingen auf der Suche nach Sicherheit und sonstigen Leuten auf der Suche nach Bereicherung, oder eventuell sogar einem Land in dem sie anonym sein dürfen - denn wir glauben ja alles was erzählt wird - und vielleicht dort einer Strafverfolgung entgehen.
Dann haben wir eine Personengruppe durch die die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird, und eine die die Lage sehr wohl verschlimmert. Wie man darauf "offensichtlich nicht" sagen kann ist mir ein Rätsel.
Ohne die gäbe es diesen Artikel nicht. Und wenn wir ehrlich sind, die Wortfetzen von Pöblern und agressiv auftretenden Gangs die man unweigerlich immer wieder mal aufschnappt sind in den seltensten Fällen noch deutsch. Was für eine Reaktion der Bevölkerung ist da schon zu erwarten? Letztendlich kommt es auf die Meinung an die sich bildet. Um die schert sich die Politik leider einen feuchten Dreck. Aber sich dann wundern wenn die AfD groß wird.
Ich habe übrigens bei der Wahl nicht die AfD gewählt. Dafür fordere ich von der kommenden Regierung den Beweis dass ich damit richtig lag.

Zitat: denn da gibt es ja noch die Drogensüchtigen und -dealer, die Bettlerbanden und eine zunehmende Zahl an Ladendieben (die offensichtlich nicht der Gruppe "Flüchtlinge" hinzugerechnet werden kann - u.U. auch Bio-Deutsche sein könnten).
Ja die gibt es. Die braucht genauso niemand, da gibts keinen Unterschied.
Ich finde Ihr Argument seltsam. Es waren ja schon immer Chaoten im Land, was änderts dann wenn jetzt noch weitere da sind. Sollte man nicht trotzdem darauf achten wer kommt?
Sie machen da eine spitzen Werbung für die rechtsorientierten Parteien. Ist Ihnen das bewusst?

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09.11.2017 15:27 Uhr

Antwort auf „nein wirklich?”

Danke!

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09.11.2017 00:20 Uhr

und was passiert nun?

es ist doch wohl illusorisch zu glauben, dass sich unsere Kommunalpolitiker offen gegen die "angeordnete" Berliner Merkel-Politik stellen werden. Da niemand wirklich seinen sicheren Politiker-Posten riskieren will, wird weiter verharmlost, verleugnet, auf Zeit gespielt, Verantwortung hin und her geschoben und abgewartet, wie in all den Jahren vorher schon auch. Vieles hat sich in Deutschland schon seit langer Zeit schleichend zum schlechten verändert, wurde jedoch immer schön verschleiert und beschönigt. Und die völlig falsche Umsetzung der Flüchtlingspolitik hat das berühmte Fass zum überlaufen gebracht. Denn jetzt wird für viele auch vor Ort sichtbar (und da nutzt auch keine Staatspresse mehr,die nicht mehr frei, unabhängig und neutral ist), was hier täglich in Deutschland und Ulm täglich passiert. Und unsere Politiker zeigen genau durch ihre Handlungsweise und Reaktion, wie sehr sie von der normalen Realität in unserem Land abgerückt sind.
Sie sollten mal ohne Polizeischutz abends oder nachts durch Ulm gehen, um zu sehen, was wirklich in Ulm passiert, und nicht den Schlaraffenmärchen ihrer Lakaien trauen!
Am meisten bedauern tue ich unsere Polizei, die eigentlich als verlängerter Arm des Staates für Ordnung und Sicherheit, um Einhaltung der Gesetze und zum Schutze der Bevölkerung da sein sollte. Aber ihre Arbeit wird durch viel zu lasche Justiz und wirklichkeitsfremde Politiker dermaßen torpediert, dass ich Ihren Mut und Einsatzbereitschaft bewundere.
Auf die anderen letzten Nachrichten aus Deutschland (Polizei von Clans unterwandert, Polizeiakademie Berlin, Vergewaltigungen, Messerstechereien, NoGo-Areas, Schaffung von schusswaffenfreie Zonen in Städten usw. usw.) will ich nicht eingehen, aber jeder kann sehen, wahrnehmen und realisieren, wie sich unser Land zusehends in eine Bananenrepublik verwandelt!! Die Chance zum wirklichen Beginn von Veränderung wurde zur BTW verpasst!

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08.11.2017 20:39 Uhr

Antwort auf „nein wirklich?”

Wäre die Hirschstraße denn sicherer, wenn die Flüchtlinge nicht eingereist wären?

Offensichtlich nicht, denn da gibt es ja noch die Drogensüchtigen und -dealer, die Bettlerbanden und eine zunehmende Zahl an Ladendieben (die offensichtlich nicht der Gruppe "Flüchtlinge" hinzugerechnet werden kann - u.U. auch Bio-Deutsche sein könnten).

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08.11.2017 20:39 Uhr

Antwort auf „nein wirklich?”

Wäre die Hirschstraße denn sicherer, wenn die Flüchtlinge nicht eingereist wären?

Offensichtlich nicht, denn da gibt es ja noch die Drogensüchtigen und -dealer, die Bettlerbanden und eine zunehmende Zahl an Ladendieben (die offensichtlich nicht der Gruppe "Flüchtlinge" hinzugerechnet werden kann - u.U. auch Bio-Deutsche sein könnten).

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08.11.2017 20:30 Uhr

Positv sehen!

Ich sehe dort selbständige Drogisten, Fachverkäufer, Kommunikations- und Organisationsspezialisten und bestimmt noch einige andere, die dem Geschäftsmodell Innenstadtbelebung gut und qualifiziert zuarbeiten.

Deswegen haben wir doch schließlich zu 80% die Altparteien gewählt :-)

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08.11.2017 18:06 Uhr

nein wirklich?

Wenn schon die SWP in diesem Zusammenhang das Wort Flüchtling ausschreibt, muss es wirklich wahr sein.
Wie formuliere ich jetzt meine Gedanken?
Entweder so. Schade dass die Kritiker die vor zwei Jahren schon vor so etwas gewarnt haben alles Nazis waren und man deshalb nicht auf sie gehört hat.
Oder so. Schade dass die extrem gutmenschliche und leider maßlos dumme und kurzsichtige Seite unserer Gesellschaft ihre Nazimethodik ausgepackt und alle niedergebrüllt hat die sachliche und berechtigte Kritik übten und nicht nur alles rosarot sahen, so dass keiner es mehr wagte etwas zu sagen oder auch nur vernünftig nachzudenken.
Das darf jeder für sich entscheiden.

Wie schrieb jemand in den Kommentaren hier, was wir da sehen ist nur der Anfang. Ja das befürchte ich auch. Da kommen noch viel mehr heraus die hier unter geduldeter Anonymität ihre Agressionen ausleben. Und es kommt noch einiges mehr an Ausländerfeindlichkeit heraus. Danke ihr tollen Gutmenschen für diesen Verdienst!
Was wir bei den Stimmen der AfD gesehen haben ist auch erst der Anfang. Egal was kommt, es wird düster werden, denn die oberen werden selbst noch im freien Fall nicht die Augen öffnen wollen.

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08.11.2017 17:55 Uhr

Bis auf ein Paar

Exoten, die doch alles so toll und bunt finden und natürlich Tausende Vorfälle zum Einzelfall erklären, sehen das die meisten Menschen, die in Leserbriefe ihre Kommentare abgeben, die Entwicklung sehr negativ und für die Zukunft beängstigend, sollten noch mehr Menschen durch den Familiennachzug kommen, werden wir erst recht Probleme bekommen, dagegen sind die jetzigen Zustände Kindergarten. Aber wir wollen es ja nicht anders, Warnungen gab es ja genug, aber klar, die kamen von Rechtsradikalen, die kann man nicht ernst nehmen, da jammert man lieber weiter.

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08.11.2017 17:34 Uhr

Viel Lärm um was?

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Früher wurde darüber geklagt, dass die Innenstädte aussterben,
und jetzt ist es auch nicht recht. Und wenn sich die ausländischen Fachkräfte dort zum Austausch treffen,
wo denn sonst. Vermutlich werden dort nur Adressen ausgetauscht, wo es noch freie Arbeitsplätze gibt.
Und es dauert eben einige Zeit, bis der öffentliche Dienst Plätze für Migranten ausweist. Das wird doch richtig lustig, wenn der Täter von heute morgen im Polizeidienst anfängt. Razzien erübrigen sich dann.
Und der Einzelhandel, oder was der Internethandel noch übrig lässt, sollte das als ABM-Maßnahme betrachten und noch mehr Security-Personal beschäftigen. Pro Kunde ein Aufpasser.
Welcome to Crazyland!

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08.11.2017 17:34 Uhr

...was zu erwarten war.....

Wie sagt unser Herr Gönner in 2015 noch bei den Bürgerinfos....." Da kommen keine Verbrecher, sondern nur Menschen die sich vor dem Krieg erholen wollen"....Zitat Ende.
Wenn in Afrika und im Nahen Osten so Erholung aussieht, dann Prost Mahlzeit was erst passiert wenn diese Afrikaner und Muselmänner erst richtig abgehen!
Das sind unhaltbare Zustände, mit jedem Ulmer wo ich mich unterhalte bekomme ich die gleichen Antworten: "Das sind katastrophale Zustände, ich erkenne Ulm nicht wieder!"
Leute wacht auf! Das wird noch schlimmer. Wenn jetzt noch die ganzen Clans hinterherkommen und die Mittelmeerroute und die Außengrenzen nicht endlich dicht gemacht werden, werden wir in der Kriminaliät ersticken und vom Islam und seinen spinnerten Anhängern überollt!
Für mich nur unverständlich wie es bei so vielen Menschen die so denken, nur für 12% bei der BTW für die AFD gereicht hat, da sage ich nur: Feiglinge!
Viel Spaß. Ich gehe nicht mehr in die Innenstadt und schon garnicht in diese Gegenden.
Ich bete zu unserem Herrgott, dass wir in Europa diesbezüglich schnell die Kurve kriegen und auch meine Kinder eine Zukunft in der westlichen Welt haben werden.

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08.11.2017 17:33 Uhr

Antwort auf „Das Bahnhofsumfeld war von jeher”

....das hat jetzt aber lange gedauert bis der erste Realitätsverweigerer und Gutmensch seine Stellungnahme abgegeben hat. Ich habe mich schon gewundert.
Junge, ich brauch keine Ängste zu schüren, das kriegen die Menschen schon von alleine wenn Sie in der FuZo unterwegs sind...

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08.11.2017 15:55 Uhr

Das Bahnhofsumfeld war von jeher

schon ein internationaler Treffpunkt mit einem bunten Publikum. Deutschland ist nicht unsicherer geworden, wer so etwas behauptet will nur Ängste schüren oder gegen Flüchtlinge hetzen. Dass sich aufgrund der Baustellen vor dem Bahnhof dieses Umfeld in Richtung MC Donalds verlegt war zu erwarten. Wir hatten schon vor 20 Jahren Flüchtlinge aus dem Kosovo und Exjugoslavien die sich gerne mal in Läden ohne zu bezahlen bedient haben. Wo Läden sind da gibt es nun mal auch Diebe. Leider gibt unser Gesetz für Ladendiebe nicht mehr Repressalien her als die polizeiliche Aufnahme und Weiterleitung an die Gerichte. Ich war auch schon mal im Verkauf tätig und wurde von einem von mir getellten Ladendieb sogar mit dem Tod bedroht, das ist aber auch schon lange her. Dass sich dieses Puplikum dann dort wieder einfindet um das Personal zu bedrohen ist nicht hinnehmbar und die Polizei muss dem durch Präsenz entgegenwirken, genau so wie sie den Drogenhandel unter Kontrolle bringen muss.

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08.11.2017 13:36 Uhr

Ursachenforschung

Wer in Ulm unterwegs ist, der sieht auf den zahlreichen Baustellen Männer aus allen Altersgruppen die teilweise schwere körperliche Arbeit verrichten. Und er sieht überwiegend junge Männer, die in der Innenstadt ihren Tag totschlagen. Das will ich ihnen gar nicht vorwerfen. Es wäre eine Aufgabe der Welcome-Fraktion gewesen, das zu verhindern.

Letztlich bezahlen diese arbeitenden Menschen das Leben dieser zum Nichtstun verdammten jungen Männer. Das ungerecht - wo bleibt der Aufschrei der Linken? - und wird nicht gutgehen. Was jetzt in der Bahnhofstrasse sichtbar wird, ist die Spitze des Eisbergs der noch gewaltig anwachsen wird..

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08.11.2017 12:09 Uhr

Wie sagte doch...

...unser früherer OB Gönner so gönnerhaft bei einer Bürgerversammlung: "Abwarten, das wird sicher alles ganz toll.", als so böse Nichtgutmenschen wie ich so ihre Zweifel und Befürchtungen anmeldeten.

Nun haben wir also ganz genau das, was die Mahner in der Wüste prophezeit haben. Aber wer weiß, vielleicht gehen meine Meinung und die des Herrn Gönner über das, was "toll" ist, auseinander?

P.S.: linksgrünes Geschwurbel in 3-2-1.... (hol mir schon mal Popcorn).

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08.11.2017 12:02 Uhr

Da stimme ich Ihnen zu Herr Ritter. Deutschland ist total unsicheres Land geworden :-( traurig

sehr traurig

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08.11.2017 11:58 Uhr

Da ist es wirklich grosse Problem Polizei muss da jede Minute auftauchen und nicht alle paar Stunden

ich als Bürger fühle mich dort unwohl. Was ist nur mit Ulm passiert. Bin wirklich am überlegen meine Arbeitsplatz zu wechseln irgendwo wo weniger los ist .....Ulm ist sobald es dunkel ist Gangsterstadt :-((( Polizei muß da härter durchgreifen!

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08.11.2017 11:54 Uhr

Wunschträume treffen auf Realität

Das geht wie immer schief.

Zum schlechten Schluss noch etwas Zynismus: Wie wäre es denn, wenn die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer dort regelmäßig Streifen laufen und ihre Schützlinge vor Ort über praktisches Gutmenschentum aufklären würden?

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08.11.2017 09:10 Uhr

Wen wundert's?

Zu Zeiten Ivos des Untätigen und der "Welcome refugees"-Parties, also schon vor einigen Jahren, gab es einmal eine Ulmer Gemeinderatssitzung, in der u..a. eine derartige mögliche Entwicklung angesprochen wurde. Ausser der Bereitschaft, einen Arbeitskreis ein zu setzen, passierte offenbar seither nicht viel. Ulm sollte nach dem Willen von Rot-Grün ein "buntes" Spiegelbild seiner Bevölkerung werden. Der Arbeitskreis ist nach einer Zeit in der Versenkung verschwunden. Und das bunte Stadtbild? Als Ulmer macht mich die derzeitige Entwicklung nur noch traurig und wütend auf die Unfähigkeit unserer Lokal- und Bundespolitiker zugleich.

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08.11.2017 09:04 Uhr

Antwort auf „das ist die logische Konsequenz...”

Hinter geschlossenen Türen wird man den Geschäftsleuten vermutlich Polemik vorwerfen. "Das gabs schon immer, das sind Einzelfälle!" und "Mann sollte die Leute integrieren und nicht ausgrenzen!"



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08.11.2017 08:50 Uhr

das ist die logische Konsequenz...

...dieser verfehlten Asylpolitik und deren ideologisch behafteten Befürworter.
Auch ich persönlich habe bereits meine Konsequenzen getroffen und meide schon seit langem deutschlands Innenstädte.
Dieser Mißstand wird nicht mehr zu beheben sein, da können sich unsere Vernatwortlichen noch so viel drüber unterhalten, Deutschland ist ein total unsicheres Land geworden, in dem ich zumindest, nicht mehr gerne lebe.

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