Häuslesbrücke im Fischerviertel wird aufwendig saniert

Als nächstes werden in Ulm die Ludwig-Erhard-Brücke und die Häuslesbrücke saniert. Diese Brücke im Fischerviertel ist eine der ältesten in Ulm.

|
Die Häuslesbrücke - hier überschreiten sie gerade zwei Tubaspieler - wird saniert.  Foto: 
Die Sanierung an den Ulmer Brücken geht weiter, nachdem zuletzt die Ludwig-Erhard-Brücke am Blaubeurer Tor untersucht und auf Betonschäden überprüft wurde. Die Prüfung ergab, dass die Spannglieder noch vollständig verpresst sind, was bedeutet, dass für sie keine Korrosionsgefahr besteht. Daher kann vom heutigen Montag an bereits mit der Sanierung des Betons begonnen werden. „In mehreren Arbeitsschritten werden die Zügelgurte und der Pylon gereinigt“, teilt die Stadt mit. Ein Pylon ist im Brückenbau der hochaufragende Bauteil, an dem die Schrägseile verankert sind. Danach werden schadhafte Betonstellen ausgebessert. Zusätzlich erhalten die Betonteile der Brücke dann eine entsprechende Beschichtung und eine neue Farbe.

Für die Sanierung der Betonteile werden zirka zwei Wochen veranschlagt. So lange werden eine der Fahrspuren und ein Gehweg der Brücke für den Verkehr gesperrt. In den Sommerferien wird dann der Fahrbahnbelag ausgetauscht, danach werden die Brückenbrüstungen saniert.

An der Häuslesbrücke im Fischerviertel, einer der ältesten Brücken in Ulm, beginnen die Arbeiten am 23. Juli. Dort wird die so genannte Flügelwand zwischen Kässbohrer-Haus und Gasthaus „Forelle“ saniert. Durch eingedrungenes Wasser wurde das Ziegelmauerwerk beschädigt. Seit einiger Zeit wird diese Wand durch eine Stahlkonstruktion geschützt (wir berichteten).

Gemeinsam mit dem Landesdenkmalamt und dem Ulmer Ingenieurbüro Schlecker hat die Stadt ein Sanierungskonzept erarbeitet: Zunächst soll hinter der Wand mit Bohrpfählen das Gelände gesichert, danach das Mauerwerk abgetragen werden, um möglichst viele historische Steine zu erhalten. Nach Einbau eines Entwässerungssystems wird die Wand wieder neu aufgebaut. Die Brücke bleibt während der gesamten Sanierung begehbar, es kann aber zu kurzzeitigen Behinderungen für Fußgänger kommen. Für die Sanierung sind rund 200.000 Euro veranschlagt.

Die Häuslesbrücke war Teil der Stadtmauer aus dem Jahr 1316. An der Innenseite dieser Stadtmauer befand sich der sogenannte „Eselssteg“, der zur Veltlinsmühle (auch Eselsmühle genannt) führte. Als Anfang des 17. Jahrhunderts die Stadtmauer abgerissen wurde, blieb diese Blauquerung über die Große und Kleine Blau erhalten. cst

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bahnhof Senden: Steg statt Unterführung

Durchbruch: Die Sendener können künftig im Bereich des Bahnhofes die Gleise queren. Statt dem geplanten Tunnel wird eine Überführung gebaut. weiter lesen