Gute Konjunktur bis Sommer: Betriebe mit stabiler Auftragslage

Dem Handwerk geht es weiterhin gut. Die Betriebe schaffen auch neue Arbeitsplätze und investieren. Der Blick geht bereits in Landtagswahl 2016.

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Die Konjunktur im Handwerk hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. Die Einschätzungen der rund 18.000 Betriebe im Einzugsgebiet der Handwerkskammer Ulm bleiben daher für die nächsten Monate zuversichtlich. Das geht aus der Konjunkturumfrage der Kammer zum zweiten Quartal hervor. Demnach sind rund zwei Drittel der Handwerksunternehmen zwischen Ostalb und Bodensee mit ihrer Lage zufrieden, und bewerten die Auftragslage als gleichbleibend gut.

In diesem Umfeld haben die regionalen Betriebe wie schon im Vergleichszeitraum 2014 neue Arbeitsplätze geschaffen: 13 Prozent legten bei den Personalzahlen zu. Die Betriebe sorgen auch indirekt für Beschäftigung in der Region, in dem sie Investitionen in Gebäude, Maschinen und in die Geschäftsausstattung planen. Dies trifft sogar auf mehr als die Hälfte der Firmen zu. Handwerkspräsident Joachim Krimmer: "Unsere Betriebe tun dies in ihrer Region. Sie wissen, dass sie vor Ort gebraucht werden und dort weiter gute Bedingungen vorfinden."

Der politische Fokus des Handwerks rückt derweil mit Blick auf die Landtagswahlen 2016 in Richtung Stuttgart. Aus Sicht Krimmers müssen sich alle Parteien klar machen, dass die Stärke eines Flächenlandes wie Baden-Württemberg in seiner Dezentralität liegt. Krimmer in einer Mitteilung: "Wer Schulstandorte in der Region schließt, schafft die betroffenen Berufe in seiner Region ab." Und weiter: "Wer mit kommunalen Unternehmen den Handwerkern das Wasser abgräbt, schadet seiner Kommune, ihren Bürgern und den jugendlichen Auszubildenden." Man hoffe auf eine hilfreiche Wirtschaftspolitik: "Die gute Konjunktur hat seit vielen Jahren nichts mit den getroffenen politischen Entscheidungen zu tun. Dem Handwerk geht es gut - nicht wegen, sondern trotz vieler beschlossener Neuerungen."

Die Geschäftslage vor Ort: In Ulm beurteilen fast drei Viertel der Unternehmen die Geschäftslage als gut, im Alb-Donau-Kreis zwei Drittel. Die meisten Betriebe schauen optimistisch in die Zukunft. So sind in Ulm nur fünf Prozent pessimistisch. Die meisten Unternehmen sind zu mehr als 80 Prozent ausgelastet, aber jeder zehnte Betrieb rechnet mit rückläufigen Aufträgen. Der diesjährige Tag des Handwerks geht am 18. September im Schulzentrum Biberach über die Bühne.

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