Grüngut-Abfuhr bleibt für Private weiterhin kostenlos

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Hat sich die Menge des Grünguts erhöht, seitdem die Abfuhr für Private kostenlos ist?  Foto: 

Seit April gilt in Neu-Ulm: Wer Grüngut zum Wertstoffhof im Breitenhof an der Bundestraße 10 bringt, bezahlt nichts dafür. Zuvor war nur ein Kubikmeter frei, für jeden weiteren angefangenen Kubikmeter waren 16 Euro zu bezahlen. Das hatte Bürger verärgert, die sich von dieser Regelung genötigt sahen, die Abfuhr über mehrere Tage zu strecken, um Entsorgungskosten zu sparen.

Gebühren für gesamte Abfallentsorgung werden neu kalkuliert

Wer mit dem Personal im Breitenhof spricht, erfährt mitunter, dass die Mengen schon größer geworden sein sollen, auch die Hänger mit denen das Grüngut angefahren wird. Das allerdings kann Abfallberater Jürgen Gerhardt, nicht bestätigen. Er hat die Statistik des privaten Entsorgers, so weit sie ihm vorliegt, ausgewertet. Zwar waren es im April mit 374 Tonnen insgesamt etwa 100 Tonnen mehr als im April 2016. Im Mai dann waren es mit 362 Tonnen gut 270 Tonnen weniger als im vergangenen Jahr. Die Zahlen für den Juni liegen noch nicht vor. Gerhardt schätzt aber, dass in diesem trockenen Monat sicher nicht mehr Rassenschnitt angefallen ist als im Vorjahr.

Grüngut sei eben in erster Linie von der Witterung abhängig. „Ist es heiß und trocken wächst weniger und es fällt weniger Grüngut an.“ Mehr und konkretere Rückschlüsse nach der im April beschlossenen Gebührenfreiheit könne man wohl erst nach einem Jahr ziehen. Die Gebühren für die gesamte Abfallentsorgung der Stadt Neu-Ulm werden noch in diesem Jahr neu kalkuliert, aber Gerhardt glaubt, dass der Stadtratsbeschluss weiter gelten wird: Private dürften dann nach wie vor kostenlos in beliebiger Menge anliefern. Gewerbliche müssen vom ersten Kubikmeter an 16 Euro bezahlen. Das Personal im Breitenhof indes vermutet, dass so mache gewerbliche Anfuhr als private getarnt wird.

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