Grüne: Neue Bäderdebatte in Ulm erst im Jahr 2018

|

Bei den Haushaltsberatungen und nach der Sportdebatte ist die Frage nach einem weiteren Bad für Ulm wieder aufs Tapet gekommen (wir berichteten). Die Fraktion der Grünen legt einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen vor. In dem Brief an OB Gunter Czisch heißt es: „Auf Wunsch einer großen Mehrheit des Gemeinderats blieb die Frage offen, ob ein weiteres Schwimmbad in Ulm erstellt werden kann.“

Aber erst im Jahr 2018 soll nach den Vorstellungen der Grünen erneut darüber diskutiert werden, um bis dahin „ausreichend Informationen aus dem städtischen Betrieb des ehemaligen Wonnemars zu sammeln“ und zu klären, „ob ein Neubau angestrebt wird. Schließlich dürfte der Investitionsbedarf beträchtlich sein.“  Bis zu einer neuen Baddebatte soll die Verwaltung folgende Punkte untersuchen und „belastbare Entscheidungsgrundlagen ausarbeiten“, fordern die Grünen:

Wird ein Sport-Schwimmbad mit 50-Meter-Bahnen oder eine Art Familien-Bad mit 25-Meter-Bahnen benötigt?

Welche Standorte kommen dafür in Frage?

Welche Synergien sind denkbar durch den Betrieb des neuen Bads (und  gegebenenfalls auch des Westbads)  durch die SWU?

Wie hoch ist der Investitionsbedarf für ein solches Bad?

Kommentar: Eine reine Luxusdebatte

Alle Jahre wieder.... In der Adventszeit liegt die Assoziation nahe. Dabei hat die Sache nichts mit Weihnachten zu tun, sondern mit der steten Regelmäßigkeit. Die ist festzustellen bei der Frage: Braucht Ulm wirklich ein weiteres Schwimm- oder Freizeitbad? Immerhin gibt es Westbad, Wonnemar/Donaubad, SSV-Bad und diverse Lehrschwimmbecken. Zudem sind Bad Blau und Hallenbad Neu-Ulm leicht zu erreichen, und sommers locken Baggerseen.

Unbestreitbar ist, dass die Bäder rege genutzt werden. Wer mal morgens um sieben zum Schwimmen ins Westbad geht, stellt fest: Es geht eng zu im Wasser. Überdies belegen Vereine und Schulen die Bahnen. Aber immerhin: Wer schwimmen will, hat die Möglichkeit.

Die Diskussion ist eine Luxusdebatte. Die Ulmer haben (noch) so viel Geld, dass sie darüber nachdenken können. Aber schon jetzt kommt die Stadt kaum hinterher, alle Wünsche zu planen und abzuarbeiten. Und  in Zeiten knapper Kassen muss man Bäder unterhalten. Viele Kommunen müssen deshalb ihre Bäder schließen.

Daher ist der Vorschlag der Grünen gut: Abwarten bis 2018, Fakten sammeln und ernsthaft diskutieren. Dann aber sollte der Gemeinderat endgültig einen Knopf an die Sache machen, damit dann die Diskussion nicht alle Jahre wieder aufkommt.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden