Großer Zulauf zum Lions-Fest

Essen, trinken, sich mit netten Leuten unterhalten. Das hat Flair. Das  ist Lebensqualität. Das ist das Elf-bis-Elf-Fest des Lions-Clubs auf dem Fischerplätzle.

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  • Alle Jahre wieder gut besucht, sofern das Wetter einigermaßen mitspielt wie am Samstag: das Elf-bis-Elf-Fest von Lions auf dem Fischerplätzle. 1/2
    Alle Jahre wieder gut besucht, sofern das Wetter einigermaßen mitspielt wie am Samstag: das Elf-bis-Elf-Fest von Lions auf dem Fischerplätzle. Foto: 
  • Alte Löwen, junge Löwen: Lions-Präsident Kolja Rebstock mit Nachwuchs. 2/2
    Alte Löwen, junge Löwen: Lions-Präsident Kolja Rebstock mit Nachwuchs. Foto: 
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Schwitzen für den guten Zweck. Das machen die Mitglieder des Lions Hilfswerk Ulm/Neu-Ulm/Schwaben. Sie sind seit 39 Jahren der Veranstalter des Altstadtfestes „Elf bis Elf“ auf dem Fischerplätzle. An die 80 Mitglieder standen in der Spülstraße, am Biertresen oder brutzelten Schupfnudeln. Und die Mitgliedsfrauen hatten fleißig gebacken.

Seit vielen Jahren ist auch der Schweizer Partnerclub aus Interlaken dabei und verkauft Raclette-Käse (siehe Info-Kasten). Die Ulmer stehen bei den Schweizern Schlange und genießen die „Chäsplättli“ also Käseplatte, Hobelchäs oder Raclette auf Brot.

Zur Eröffnung des Altstadtfestes versprach Oberbürgermeister Gunter Czisch dem Präsidenten des Lions-Clubs, Kolja Rebstock, dass dieser das Fest auch noch in 40 Jahren eröffnen werde. Dazu sagte Rebstock: „Wir wollen nicht nur einfach Geld geben, sondern auch selbst dafür etwas tun. Deshalb machen wir unser Fest, und es ist doch eines der schönsten in der Ulmer Altstadt.

Der Verein spendet jährlich 10.000 bis 15.000 Euro für soziale Zwecke. In Ulm werden beispielsweise die Kinderkrebsklinik der Universität oder Kinderferienfreizeiten für Flüchtlingskinder untersützt. Oder Kinder aus ärmeren Familien. Damit nicht genug:  In Afrika werden mit den Geldern Augenoperationen ermöglicht.

Besonders stolz ist Rebstock auf die Arbeit der Lions-Jugend. Das ist der Leo-Club – junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, die sich ebenfalls am Spendensammeln beteiligen. Beim Elf-bis-Elf-Fest waren sie mit einem Wurststand vertreten. „Wir machen die Soße der Currywurst nach dem Rezept eines Opas eines unserer Mitglieder“, sagte Hanna Stockinger, die Präsidentin vom Leo-Club.

Die Nachwuchs-Löwen haben aber noch viele weitere Aktivitäten im Dienste der Armen. So verkaufen sie im Winter Glühwein auf der Hirschstraße und spenden den Erlös für die Aktion Drachenkinder von Radio 7. Oder sie bitten die Kunden in einem Ulmer Supermarkt, einen Artikel mehr als nötig zu kaufen und reichen diese Ware an die Tafelläden weiter. „In den Tafelläden gibt es meist nur verderbliche Sachen, aber Nudeln oder Shampoo nicht. Das brauchen die Menschen aber auch“, sagte Hanna Stockinger.

Die Menschen jedenfalls strömten am Samstag wieder in Massen aufs Fischerplätzle, genossen bei zwar teils verhangenem Himmel, einigen Regentropfen, aber insgesamt bei ganz ordentlichem Wetter die Musik und die Atmosphäre. Bei der Tombola gibt es stets interessante Preise. „Ulmer Firmen haben großzügig gespendet, deshalb kann man bei uns auch Rasenmäher oder Kinderfahrräder gewinnen“, berichtete Rebstock. Und auf dem Flohmarkt freute sich eine ältere Dame über eine Perlenkette: „Ein Schnäppchen.“

Seit 26 Jahren aus Interlaken nach Ulm

Partnerclub Für Urs Ingold aus Interlaken im Kanton Bern ist Ulm fast schon die zweite Heimat. „Ich komme seit 26 Jahren nach Ulm zum Fest. Am Anfang war es schwierig, den Ulmern klar zu machen, dass man nachmittags auch mal einen Käse statt eines Stücks Torte essen kann“, berichtet er, der Mitglied des Schweizer Lions-Partnerclubs der Ulmer ist. Ingold schwärmt von einstigen  Aktivitäten. „Früher gab es auf der Donauwiese das Steinestoßen, da wurden 20 Kilogramm  schwere Steine geworfen.“ Wer es am weitesten schaffte,  war Sieger. Doch aus Sicherheitsgründen gibt es dieses Schweizer Spektakel schon lange nicht mehr in Ulm. „Wer es mal erleben will, der kann im August nach Interlaken kommen, da veranstalten wir unser Lions-Club-Fest mit Steinestoßen.“

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