Große Wohltäterin in der Stadt Ulm gestorben

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Ulm hat Helma Fink-Sautter viel zu verdanken.  Foto: 

Helma Fink-Sautter hatte ein Herz für viele und vieles. Auch und gerade für die Menschen in ihrer Heimatstadt Ulm. Die Ur-Ur-Urenkelin Albrecht Berblingers, des Schneiders von Ulm, hatte keine direkten Nachkommen, und so sorgte sie schon zu Lebzeiten dafür, dass ihr Vermögen zum Nutzen und Wohle ihrer Mit-Ulmer angelegt wurde. Sie gründete sechs Stiftungen, die jüngste erst im vergangenen Jahr, und stattete sie mit insgesamt 750 000 Euro aus.

In ihren Stiftungen spiegelten sich Helma Fink-Sautters Interessen und Anliegen. 2004 gründete die gebürtige Söflingerin mit einem Kapital von 300 000 Euro ihre erste Stiftung, die Söflinger Bürgerstiftung. Im selben Jahr erhielt die Stiftung Ulmer Knabenmusik (heute: Junge Bläserphilharmonie Ulm) von ihr 50 000 Euro. Den selben Betrag steuerte der große Söflinger Udo Botzenhart bei. Es folgten im Lauf der Jahre mit jeweils 100 000 Euro die Ulmer Hospiz-Stiftung, die Gute-Hirte-Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche, die Stiftung „Jüdisch-Deutsches Kulturzentrum Ulm“, die Begegnungen zwischen jüdischen und christlichen Bürgern aus der Region fördern soll. Im Sommer vergangenen Jahres kam dann noch die Helma Fink-Sautter-Stiftung dazu, die ebenfalls der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Guter Hirte unterstützen soll.

Helma Fink-Sautter und ihre Geschwister hatten von ihren Eltern Grundstücke und Häuser geerbt, die sie verkauften. Sie selbst lebten bescheiden, Helma Fink-
Sautter bis zuletzt in einer Wohnung im Donaucenter, die sie wegen einer Lungenerkrankung nur noch selten verließ. Ansonsten aber war die 93-Jährige bei guter Gesundheit und starb, wie Angehörige und Freunde berichten, überraschend.

Auch wenn sie zurückgezogen lebte und den großen Auftritt nicht mochte, war Helma Fink-Sautter doch darauf bedacht, dass ihre Stiftungen wahrgenommen wurden. Bei ihrer letzten Gründung äußerte die energische Stifterin im Beisein von OB Gunter Czisch einen an die Öffentlichkeit gerichteten Wunsch für ihre Stiftungen: „Wichtig ist, dass Geld dazukommt.“

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