Gospel-Workshop mit Mano Ezoh in der Pauluskirche

Mano Ezoh stammt aus Nigeria, lebt in München - und will mit dem größten Gospelchor der Welt ins Guiness-Buch der Rekorde. Dazu hat er nun auch in der Ulmer Pauluskirche einen Workshop gegeben.

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"Heal the world" von Michael Jackson hallt es lautstark durch die Ulmer Pauluskirche. Mano Ezoh sitzt auf einem weißen Klavierhocker am weißen E-Piano - begleitet, singt und dirigiert zugleich die gut 80 Sängerinnen und Sänger.

Ein bunt gemischtes Völkchen ist zusammengekommen, um sich mit dem gebürtigen Nigerianer Ezoh auf ein Konzert im Oktober in München vorzubereiten, das alle Rekorde brechen soll: der größte Gospelchor aller Zeiten mit 5000 Teilnehmern. Es sind vorwiegend Frauen - junge, mittelalte und einige wenige Seniorinnen - sowie sechs Männer.

Noten gibt es keine, manche halten Blätter mit den Songtexten in Händen. "Ich find's super", strahlt Susanne aus Einsingen. "Anfangs war ich etwas irritiert, dass es keine Noten gibt, und ich hoffe, dass ich mir alles merken kann. Aber der Mano macht das ganz toll." Ezoh lässt zunächst alle Texte sprechen und singt dann die einzelnen Stimmen vor. Seine Assistentin Sandra Roßberger unterstützt vor den Sängerinnen stehend den Alt.

Eine 36-Jährige aus Laupheim ist über Freundinnen zu dem Workshop gestoßen und völlig begeistert: "Das ist ein ganz anderer Ansatz, viel lockerer als in anderen Chören." Es sind auch einige mit von der Partie, die schon bei mehreren Workshops mitgemacht haben. "Sonst würde das mit dem Einstudieren gar nicht so schnell klappen", sagt eine andere, eher kritische Stimme. Sie hatte sich mehr richtige Gospels erhofft und bemängelt die meist flachen, gleichförmig klingenden Songs aus Pop, Soul und HipHop.

Zwischen 15 und 20 Minuten nimmt sich Mano Ezoh Zeit, um ein Lied einzustudieren. Immerhin werden sie dreistimmig gesungen, aber bei den wenigen Proben und der großen Anzahl an Sängern kann man keine anspruchsvolle Chorliteratur erwarten. Wie schon bei den Fischer-Chören geht es den Sängern in erster Linie um den Spaß und das Gemeinschaftsgefühl - und auch um die Selbstinszenierung des Chorleiters. Gotthilf Fischer wie Mano Ezoh sind von sich überzeugte, dominante, aber eben auch charismatische und humorvolle Persönlichkeiten. Sie verstehen es, die Sänger für ihre Sache zu begeistern. So kommt es, dass Menschen wie Michael aus Babenhausen oder Corinna aus Marktrettenbach dem "Mano-Ezoh-Fieber" erlegen sind, bereits in Kempten beim Workshop waren und nicht nur in Ulm, sondern auch am nächsten Tag in Augsburg mitmachen. "Nächste Woche fahren wir dann zu Manos Workshop in die Schweiz. Wir wollen einfach perfekt vorbereitet sein für den Weltrekord."

Termine vom 19. August 2015 aus Ulm und Umgebung

Generalprobe Aufgrund des großen Zuspruchs und des erfolgreichen Workshops möchte Mano Ezoh den Ulmer Sängerinnen und Sängern im September eine weitere Möglichkeit geben, sich mit einer Teilnahme an einer ersten Generalprobe für das große Weltrekord-Konzert 24. Oktober in München zu registrieren: Am Donnerstag, den 24. September, wird von 19 bis 21 Uhr nochmals ein Workshop in Ulm stattfinden, zu dem alle bisherigen Teilnehmer und auch neue Gesichter herzlich willkommen sind.

Konzert Als zusätzliches Schmankerl hat Mano Ezoh sich auch entschieden, die bereits feststehende Tour nach dem Weltrekord um ein Konzert zu erweitern und einen weiteren Konzerttermin in der Pauluskirche hinzuzufügen. Somit erhalten die Ulmer Weltrekord-Teilnehmer im Januar 2016 zusätzlich die Möglichkeit, vor heimischem Publikum aufzutreten.

 

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Kommentare

19.08.2015 16:50 Uhr

falsche Informationen

Hallo,
ich habe am Sonntag den 16.8.15 ein Interview gegeben und bin die Corinna aus Markt Rettenbach.
Ich bin schwer enttäuscht, weil ich ganz andere Informationen angegeben habe und das gar nicht gedruckt wurde. Also am 16.9.15 sind Michael und ich zuerst in Augsburg von 9 bis 13.30 Uhr beim Workshop gewesen und anschließend zum Workhop nach Ulm gefahren. Falsch ist wir sind nicht von Kempten nach Ulm gefahren sondern von Augsburg. Mein Wohnort war falsch gedruckt und der Workshop in Augsburg war am Sonntag den 16.8.15 und nicht am Montag 17.8.15.

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