Gesundheit und Kultur im Donauraum

Die Europäische Donauakademie (EDA) entwickelt sich immer mehr zum Organisator von Großkonferenzen. Beispiel: Gesundheit und Kultur in Europa.

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"Aufbruch" lautet das Schlüsselwort der diesjährigen Donauaktivitäten der Städte Ulm und Neu-Ulm. Das am 6. Juli beginnende Internationale Donaufest ist mit dem Motto "Aufbruch und Begegnung" überschrieben, die städtische Veranstaltungsreihe zu den vor 300 Jahren beginnenden Schwabenzügen heißt ebenfalls "Aufbruch". Und einen solchen hat sich auch die Europäische Donauakademie (EDA) auf die Fahnen geschrieben, die den Aufbruch entlang der Donau vor allem als Aufbruch nach Europa verstanden haben will.

Zwei Projekte stehen dafür exemplarisch, wie Geschäftsführer Prof. Ulrich Klemm sagt. Während des Donaufestes findet die bewusst in diese Zeit gelegte erste Donau-Gesundheits-Konferenz im Maritim statt. Auf Betreiben des Stuttgarter Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, organisiert die EDA die Konferenz, die zum Ziel hat, gemeinsame Standards in den Donauländern für die Gesundheitspolitik und -vorsorge zu formulieren.

"Fragen der Ökonomie sind wichtig, bedeutsamer aber ist die Gesundheitspolitik", sagt Klemm, für den die EDA bei derlei Themenkonferenzen eine Vorreiterrolle einnimmt: "Da sind wir Pioniere", sagte er vor Vertretern der örtlichen Medien. Mitorganisator Peter Langer spricht von einem hochklassigen Programm, zu dem nicht nur die zuständige Landesministerin Katrin Altpeter, sondern auch der entsprechende EU-Kommissar John Dalli kommen wird.

Im April kommenden Jahres wird dann die zweite Konferenz dieser Art in Ulm folgen, die sich dem Thema kulturelle Identität widmen wird. "Die Gesundheitskonferenz hat Modell-Charakter, die Kulturkonferenz ist die zweite dieser Art", sagt Prof. Gerhard Mayer vom Akademierat, der in der Veranstaltung solcher Konferenzen eine Kernkompetenz der EDA sieht: "Wir sind Dienstleister und organisieren das in diesem Fall für die zwei jeweils zuständigen Ministerien."

Weit gediehen ist auch der Studiengang "Master of Danube Studies", der im Herbst 2013 die ersten Studenten aufnehmen soll. Wie Csilla Csapo, bei der EDA für die Entwicklung des Studiums zuständig, sagte, gebe es weitreichende Kooperationen mit Universitäten entlang der Donau, wie etwa in Ruse, Novi Sad, Budapest und Ulm/Neu-Ulm, wo im Übrigen nicht nur die Universität, sondern vor allem auch die Hochschule in Neu-Ulm kooperieren wird. "Wir sind inhaltlich auf einem guten Weg", sagt Klemm, nach dessen Worten alle Projekte auch finanziert sind.

Außerdem weisen die Verantwortlichen der EDA noch auf das von ihnen in Zusammenarbeit mit dem Donaubüro zum Donaufest erarbeitete Literaturprogramm hin. Insgesamt wird es vier Veranstaltungen geben (jeweils 20 Uhr). Den Auftakt machen ein Poetry Slam in Sachen Donau (Freitag, 6. Juli, Roxy) und eine serbisch-kroatische Nacht mit Eda Popovic und Dragana Mladenovic (Samstag, 7. Juli, Theater Ulm). Dazwischen finden zwei Lesungen prominenter Schauspieler von Texten eher unbekannter jüdischer Autoren im Stadthaus statt. Nina Petri (Allein unter Frauen, Lola rennt) liest aus dem Buch von Mela Hartwig "Das Wunder von Ulm", Dietmar Bär (Tatort-Kommissar) aus "Joseph Roths Flucht und Ende", einem Text von Soma Morgenstern.

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