Gelungene Aktion mit Potenzial nach oben

Wie entstand die Idee einer Podiumsdiskussion? Wie kam die Initiative der Valckenburgschule bei den Beteiligten an? Genau diese Fragen haben wir uns auch gestellt.

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Der Initiator der Veranstaltung, und gleichzeitig einer der Mitdiskutanten, ist der 19-jährige Valckenburgschüler Philip Merkle. Er ist schon seit 2012 bei den Grünen politisch aktiv. "Die Idee für eine Podiumsdiskussion an einer Schule entstand im Frühjahr, zusammen mit den anderen Jugendparteien", berichtet Merkle. Diese wollten gegen die Politikverdrossenheit vorgehen und Jugendliche für Politik begeistern. Dabei war die Valckenburgschule die erste der angeschriebenen Schulen, die das Angebot einer Podiumsdiskussion angenommen hat. "Damit stand schnell fest, dass wir an die Valckenburg gehen", schildert Merkle.

Dem jungen Politiker hat die Veranstaltung selbst gefallen. Besonders habe ihn gefreut, dass keine populistischen Stammtischparolen geäußert worden seien. Bei der Podiumsdiskussion wurde auf der Tribüne ein Gaststuhl für die Schüler bereitgestellt, um aktiv mit den drei Vertretern der Jugendparteien mitzudiskutieren zu können - dieser blieb während der Diskussion aber leer. "Ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Schüler die Möglichkeit wahrgenommen hätten, auf dem Gaststuhl Platz zu nehmen", erklärt Merkle.

Schulleiter Jan-Stefan Hettler war von der Idee der Diskussion sofort angetan. "Politik befasst sich mit allem, was die Öffentlichkeit angeht, und es steht einer öffentlichen Schule gut an, diese Dinge in die Schule hereinzuholen und zu behandeln", sagt er. Neben der Asylpolitik kann er sich auch zu anderen Themen eine solche Podiumsdiskussion an der Schule sehr gut vorstellen. "Es ist sinnvoll, wenn die Schüler die Gelegenheit bekommen, Politik einmal live zu erleben", findet auch Axel Malsch, Lehrer und Moderator .

Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern hat die Podiumsdiskussion im Wesentlichen gefallen. Trotzdem hat den meisten Tiefe bei vielen Antworten gefehlt. Außerdem fanden es viele bedauerlich, dass zahlreiche Fragen nicht beantwortet werden konnten, da das Thema Flüchtlingspolitik überaus umfangreich ist. "Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Diskutanten etwas streitfreudiger gewesen wären. Bei den Zuhörern ist vermutlich ein wenig der Eindruck entstanden, die Parteien hätten alle dieselbe Meinung zu dem Thema", sagt Malsch. Da gaben ihm einige Schüler recht.

Für den ersten Anlauf kann die Aktion demnach als durchaus gelungen eingestuft werden. Doch es gibt noch Potenzial nach oben.

Auch in Zukunft möchte sich die Valckenburgschule aktiv engagieren. So wurde vor kurzem die Aktion "Valcken helfen" ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um einen Ausschuss der Schülermitverantwortung (SMV). Die Mitglieder wollen sich dort intensiv mit den Themen Flucht und Asyl beschäftigen. Das Ziel ist die Integration der Flüchtlinge direkt an der Valckenburgschule sowie in der gesamten Region. Außerdem sollen die Schüler über das Thema Flucht und Asyl noch umfassender informiert werden. Somit können sicher viele offen gebliebene Fragen aus der Podiumsdiskussion beantwortet werden.

Elisabeth Moiseev, Valckenburgschule

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