Gas-Kraftwerk der SWU soll 2017 fertig sein

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) wollen ihr Kraftwerk-Projekt in Leipheim in zwei Etappen verwirklichen. Zunächst soll eine Gas-Turbine gebaut werden. Diese könnte bis in drei Jahren fertiggestellt sein und Strom liefern, wenn Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen abgeschaltet wird.

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Laut Atomgesetz ist es am 31. Dezember 2017 soweit. Laut SWU beträgt die Leistung der Gas-Turbine etwa 600 Megawatt. Zum Vergleich: Die zwei Reaktorblöcke in Gundremmingen leisten je 1344 Megawatt, die Böfinger Halde, größtes Wasserkraftwerk der SWU, leistet etwa neun Megawatt. Die Gas-Turbine kostet laut SWU-Sprecher Bernd Jünke 250 bis 400 Millionen Euro, je nachdem, wie groß die Anlage wird. Das hänge von den Anforderungen des Netzbetreibers an die Stromerzeugung ab. Finanzieren wollen die SWU das Kraftwerk zusammen mit vier Partner. Mit diesen werde noch in diesem Jahr eine Projektgesellschaft gegründet. Einer der Partner soll ein Anlagenbauer sein, die anderen öffentliche Unternehmen wie die Stadtwerke. "Das soll ein kommunales Konsortium sein", erläutert Jünke. An potentiellen Partnern herrsche kein Mangel, die SWU selbst wollen zehn Prozent der Anteile halten. Mittelfristig soll als zweiter Schritt auch eine Dampf-Turbine gebaut werden. Das ursprünglich in einem Zug geplante Projekt war auf 900 Millionen Euro veranschlagt.

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Kommentare

11.04.2014 10:15 Uhr

Nebelwerfer

Ein geplantes GUD wurde in Klagenfurt nicht gebaut, weil "die Nebelbelastung im Klagenfurter Becken unzumutbar wäre". Wir leben hier ja durchaus auch in einer sehr nebelgefährdeten Gegend. Warum ist dies nie ein Teil der Diskussion? Die SWU verschweigen diese Gefahr natürlich.

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11.04.2014 09:24 Uhr

Ergänzung zu „SWU: einfach genial, jawoll!”

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Kraftwerk-Luenen-reisst-SWU-tief-ins-Minus;art4329,2539480

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11.04.2014 09:14 Uhr

SWU: einfach genial, jawoll!

Die SWU hat wirklich geniale Geschäftsideen.

Mit ihrer eigenen Beteiligung am Gas-und Dampturbinenkraftwerk Hamm in NRW fahren sie aufgrund des niedrigen Börsenstrompreises voraussichtlich schon in 2014 Verluste ein.
Viele andere, teils nagelneue GuDs in Deutschland stehen still oder sind gleich gar nicht in Betrieb genommen worden, weil die Verluste durch den Betrieb noch höher wären als durch den Stillstand. Alle Energiexperten gehen davon aus, dass sich an dieser wirtschaftich desaströsen Lage auch in den nächsten Jahren wenig ändern wird (außer es werden von der Politik gigantische neue Zwangsabgaben für die kleinen Stromvebraucher beschlossen).
Mit der Beteiligung am neuen Kohlekraftwerk in Lünen macht die SWU ebenfalls jährliche Verluste in Höhe von ca. 5-7 Millionen aus den gleichen Gründen.

Daraus leitet sich (offensichtlich zumindest für die SWU und den SWU-Aufsichtsratschef OB Gönner) natürlich geradezu zwingend ab, dass die hochverschuldete SWU, die ohne die jährlichen teuren Zuschüsse der Bürger (beschönigend Genussrechtskapital genannt) von ca. 15 Millionen Euro wohl bald insolvent wäre, unbedingt neue Multi-Millionengräber in Angriff nehmen muss (auch der völlig unnötige Landschaftszerstörer Pumpspeicher Blautal/Hochsträß mit 80-100 Millionen ist ja noch in der Pipeline...).

Einfach genial, jawoll!

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