Fund in der Futterkrippe

Gleich eine doppelte Premiere feierte das "Theater an der Donau". Nicht nur das Stück "Ox und Esel" wurde das erste Mal aufgeführt, die Truppe nutzte auch das Bürgerhaus Mitte erstmals als Aufführungsort.

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Was liegt denn da in unserem Futter? Ox (Sven Wisser, links) und Esel (Till Florian Beyerbach) sind etwas ratlos. Foto: Volkmar Könneke

Für sein Stück "Ox und Esel" bekam Autor Norbert Ebel den Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugendtheater-Preis. Ebel erzählt die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht von Ochs und Esel, und man kann sich vorstellen, dass in solch einer tierischen Vermenschlichung viel Humor steckt, zumindest wenn man diesen entsprechend ausspielt. Schade, dass die Inszenierung von Svenja Dobberstein im Bürgerhaus Mitte das Potential des Stückes nicht wirklich nutzte. Zu selten baute sie Tanz, Gesang und andere lockere, spielfreudige Aktionen ein.

Schon der Anfang zog sich in die Länge und war wenig originell. Sven Wisser als Ox mit roter Kappe, Lederhose und Kuhglocke um den Hals betrat mit einer Zeitung den Stall und wirkte eher wie ein Bauer - tat er doch auch fast nur menschliche Dinge und hatte keinerlei tierisches Gebaren an sich. Er boxte ein wenig, las Zeitung und - immerhin ein netter Gag - aß Gras aus seinem Futtertrog. Auch der Esel (Till Florian Beyerbach) machte außer dem Verspeisen einer Karotte direkt aus dem Blumentrog nicht gerade umwerfend komische Dinge.

Erst beim Auffinden des Kindes in der Futterkrippe ("Und was ist, wenn es beißt?") kam Komik auf. Der Ox gibt die Verantwortung an den gutmütigen Esel ab, der zuerst das "Ding" entfernen und dann die Eltern suchen soll, die wahrscheinlich beim Shoppen sind. Doch der greinende Säugling weckt schließlich bei beiden Beschützerinstinkte. Als schließlich ein Soldat des Königs Herodes das Kind sucht und eine ausländische Delegation einem Stern folgend einen gewissen Matthias beschenken will, fassen Ox und Esel einen Entschluss. . .

Info "Ox und Esel" ist für Kinder ab fünf Jahre geeignet und wird wieder am 12., 17. (ausverkauft), 18., 19. Dezember, jeweils 10.15 Uhr, am 15. Dezember, 15 Uhr, im Bürgerhaus Mitte und am 5. und 6. Januar, 15 Uhr, im Alten Theater gezeigt.

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