Frauen-Fußball: Anna-Essinger-Gymnasium stark im Landesfinale

Beim Landesfinale des Wettbewerbes "Jugend trainiert für Olympia" haben sich die Fußballerinnen des Anna-Essinger-Gymnasium sehr gut behauptet. Das Ulmer Gymnasium schickte als einzige Schule Teams in beiden Altersklassen ins Rennen. Die Jüngeren sicherten sich den zweiten Platz unter mehr als 207 Teilnehmern.

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Mit vollem Einsatz haben die Anna-Essinger-Schülerinnen (gelbe Leibchen) die Ulmer Stadtfarben im Landesfinale vertreten.  Foto: 

Kuhberg, 7.20 Uhr, alles steht auf Abfahrt. Über 20 Schülerinnen plus Unterstützung stehen bereit, etwa zwei Stunden Fahrtweg nach Karlsruhe auf sich zu nehmen.

Jedoch fehlten in beiden Teams wichtige Spielerinnen, darunter die Nationalspielerin Kristin Kögel. Betreuer Samuel Schischmanjan weiß, wie wichtig die 15-Jährige ist: "Normalerweise macht in einer Mannschaft das Fehlen einer Spielerin nichts aus, bei Kristin ist das aber anders." Sein Kollege Christian Rettich erklärt warum: "Kristin spielt im Mittelfeld, sie bringt Ordnung und Ruhe in das Spiel."

Nach der Ankunft beider Mannschaften mussten die Älteren der WK II (Jahrgänge '99 bis '01) gegen die Favoriten aus dem Regierungspräsidium Stuttgart ran. Die Essinger wehrten sich tapfer, mussten sich dennoch 1:5 geschlagen geben. Im nächsten Spiel, diesmal gegen die Sieger des RP Freiburg, die Staudinger Gesamtschule, wurde ihnen erneut ein schwerer Gegner vorgesetzt. Trotz eines Treffers von Isabell Poblotzki gab es eine weitere Niederlage (1:4).

Im letzten Spiel des Tages ging es um den dritten Platz. Gegner war das Teams aus Karlsruhe. Die Ulmerinnen spielten überlegen und führten mit 2:1. Doch in letzter Minute kassierten sie noch den Ausgleich. Dank der besseren Tordifferenz reichte es trotzdem zu Platz drei.

Die jüngeren Schülerinnen starteten mit einer kleinen Sensation in den Wettkampf: Das erste Spiel gegen die Stuttgarter gewannen sie mit 15:0. Im Zwei-Minuten-Takt fielen die Tore, der Gegner war hoffnungslos unterlegen. Mit diesem Sieg und entsprechendem Selbstvertrauen ging man ins Spiel gegen das Gymnasium Remchingen. Erneut kamen die mitgereisten Fans aus dem Jubeln nicht heraus: 7:0 hieß es am Schluss - erneut waren die Essinger-Schülerinnen ohne Gegentor geblieben.

Da war es natürlich klar, dass die Mädchen als klare Favoriten in die Finalrunde einzogen. Es ging gegen die Heimschule St. Landolin Ettenheim. "Spieltechisch waren unsere Schülerinnen überlegen", stellte der enttäuschte Christian Rettich nach dem Abpfiff fest. Das Problem kennt auch Bundestrainerin Silvia Neid: Die mangelnde Chancenverwertung war letztlich Schuld an der Niederlage.

Dabei war es zum Schluss noch spannend geworden, denn trotz 0:2-Rückstand gab die Mannschaft nicht auf, kam immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor. Ein Unentschieden hätte schon genügt, um sich den Sieg und das Ticket zum Bundesfinale nach Berlin zu sichern. Doch die Torfrau aus Ettenheim stellte sich allen Angriffen entgegen - und als der letzte Schuss am Tor vorbeiging, konnte Trainer Schischmanjan die Emotionen nicht mehr kontrollieren. Er trat mit voller Wucht in einen Leibchenhaufen. Das Spiel wurde abgepfiffen - und das Anna-Essinger-Gymnasium belegte den zweiten Platz. Angesichts von 207 teilnehmenden Teams im Land trotzdem eine tolle Leistung.

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