Förderprogramm für Tüftler läuft gut an

Die Erfinderfachauskunft bietet seit rund einem Jahr einen kostenlosen Beratungsservice für innovative Ideengeber. Eine Zwischenbilanz.

|

Sicherlich haben viele Menschen gute Ideen. Aber haben sie auch den Mut und den Willen, sie umzusetzen? "Absolut", meinen Anja Dreher, Partnerin der Förderinitiative Signo ("Schutz von Ideen für die gewerbliche Nutzung") und Rechtsanwalt Thomas Kienle. Die beiden Spezialisten bilden seit einem Jahr das Beratungsteam der Erfinderfachauskunft. 48 Erfinder haben letztes Jahr bereits die Auskunft genutzt. Bis zu vier Stunden dauert diese Beratung und richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. "Die Erfinder werden bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung ihrer Ideen unterstützt", sagt Dreher. Voraussetzung: Die Erfindung darf noch nicht am Markt eingeführt sein.

Innovationsexpertin Dreher widmet sich den betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen. Kienle ergänzt die Beratung mit juristischen Ratschlägen zu Fragen des Schutzrechts. "Das ist ein großer Vorteil für Privatpersonen wie mich", sagt der ehemalige Teilnehmer Franz Aßfals. Normalerweise würden hohe Stundenhonorare für Anwälte anfallen. Der Weg von der Idee zum Produkt besteht in der Erfinderfachauskunft aus fünf Schritten. Dazu gehören unter anderem eine Recherche zum Stand der Technik, eine Kosten-Nutzen-Analyse und abschließend eine europäische oder internationale Anmeldung des Produkts.

Aktuell herrsche bei vielen jungen Tüftlern der Trend, Apps zu entwickeln. Aber nicht nur junge Erfinder nutzen die Fachauskunft. "Auch Hausfrauen oder Senioren kommen mit genialen Ideen zu uns", sagt Dreher. Kienle stimmt ihr zu: "Manche Erfindungen sind derartig praktisch - phänomenal." Wichtig sei stets die Eigeninitiative der Erfinder. "Wir bieten das Basiswissen, damit die Teilnehmer dann nach der Beratung ihre nächsten Entscheidungen treffen können", sagt Dreher.

Die Förderinitiative Signo wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Letztes Jahr wurde die Erfinderfachauskunft von "nanuuu" - ein Innovationsprojekt des Stadtentwicklungsverbandes Ulm/Neu-Ulm - ins Leben gerufen. Die nächsten Termine für die Fachauskunft sind am 26. Oktober und 18. November. Interessierte können sich bei Ulrike Sautter vom Stadtentwicklungsverband anmelden unter E-Mail: u.sautter@ulm.de.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ulmerin berichtet aus Barcelona: „Es ist so schrecklich“

Die Ulmer Künstlerin Cecilia Espejo hält sich derzeit in der Nähe von Barcelona auf. Nach dem schrecklichen Terroranschlag berichtet sie von ihren Eindrücken. weiter lesen