Flüchtige Arbeitsplätze

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Hunderte von Luftballons entschwinden - Symbol für hunderte von Arbeitsplätzen im Lkw-Werk von Iveco. Foto: Lars Schwerdtfeger

Zu düster sollte das Bild nicht werden, deshalb ließen die Iveco-Mitarbeiter nicht ausschließlich schwarze Luftballons steigen, sondern auch ein paar wenige rote, blaue und gelbe. Insgesamt fast so viele an der Zahl, wie Arbeitsplätze am Ulmer Standort verloren gehen. Die Botschaft der Aktion: So schnell schweben Arbeitsplätze davon! Ort und Zeit waren wohl gewählt: Weinhof, direkt nach der Schwörrede von OB Ivo Gönner, der die Verlagerung von Arbeitsplätzen in seinem traditionellen Rechenschaftsbericht angesprochen hatte - ohne die Firmennamen zu nennen, die eh jeder kennt. Die 500 Ballons in schwarz, somit der Farbe der"Wir-sind-Iveco"-T-Shirts, sollten der Bevölkerung die Misere symbolisch vor Augen führen.

Logistisch war die Aktion mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Hauptproblem: Wie bahnt sich eine Gruppe von 20 Leuten mit den Ballons den Weg vom Gewerkschaftshaus vor auf den Platz, wenn die Gasse voll ist mit Menschen, die dem OB lauschen? Die Iveco-Aktivisten wollten auf keinen Fall die Rede stören. Also machten sie sich erst beim Schwur auf den Weg hinaus in die Menge - wo ihnen bereitwillig Platz gemacht und applaudiert wurde. Die Solidarität der Bürgerschaft zeigt sich auch bei der Unterschriftensammlung. Letzter Stand: 32 000. Damit ist die Zielmarke bereits überschritten.

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