Fernbusse sorgen für guten Absatz bei Evobus

Vor allem die starke Nachfrage nach Reisebussen sorgt für eine gute Auslastung des Omnibuswerks von Evobus in Neu-Ulm. Dabei spielt der Bedarf der neuen Fernbuslinien eine wichtige Rolle, sagte Daimler-Bus-Chef Hartmut Schick gestern mit Blick auf die Zahlen für das zweite Quartal.

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Die expandierenden Fernbusse blieben für Daimler mit den Marken Setra und Mercedes auch in den nächsten Jahren ein gutes Geschäft. Auch Produktionsleiter Dr. Holger Steindorf zeigt sich zufrieden mit Reisebussen: "Deshalb ist die Fertigung in Neu-Ulm auf Monate hin ausgelastet." Allein der Absatz der Setra-Comfortclass nahm innerhalb eines Jahres von 582 auf 758 Einheiten zu. Der Verkauf von Stadtbussen, mit denen Daimler als Vorreiter bei der Abgasnorm Euro 6 vorgezogene Käufe auslöste, ist dagegen rückläufig. Der Personalstand in Neu-Ulm erhöhte sich zuletzt um 50 auf 3400 Beschäftigte. Für die Leiharbeiter wollte Schick keine Zahl nennen.

Daimler konnte den Verkauf von Komplettbussen in Westeuropa sowohl von April bis Juni als auch im gesamten ersten Halbjahr steigern: um acht Prozent. In Deutschland gab es allerdings ein Minus, was Schick als Normalisierung auch bei den Marktanteilen wertet. Im Inland liegt der Anteil bei 50 Prozent.

Die Bussparte leidet freilich unter dem schwachen Absatz von Fahrgestellen in Lateinamerika. Schick erwartet 2015 ein Minus von einem Viertel, vor allem in Brasilien. Weil insgesamt mehr teure Busse verkauft wurden, blieb der Umsatz fast stabil. Das Ergebnis nahm im zweiten Quartal zweistellig auf 57 Millionen Euro zu und lag mit 5,5 Prozent fast schon bei der Konzernvorgabe von 6 Prozent - auch wegen eines Sparprogramms. Schick sagte, die Busmärkte verharrten aber weiter auf niedrigem Niveau: "Wir müssen um jeden Auftrag kämpfen."

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