Fahrradaktion: Nikoläuse belohnen gute Beleuchtung am Rad

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Für Licht gibt’s Schokolade.  Foto: 

„Guten Morgen, der Nikolaus wär für Sie da!“, rief Peter Beckmann einem Fahrradfahrer entgegen und streckte ihm ein Schokoladenherz entgegen. Zusammen mit einem Kollegen vom ADFC stand der Radfahrtrainer am Ehinger Tor vor dem Finanzamt und beschenkte am Nikolaustag die Radler, die mit intaktem Licht in der Kälte zur Arbeit fuhren.

Auch jene, die verkehrswidrig ohne Licht unterwegs waren bekamen ein Geschenk: einen Gutschein für eine Reparatur in einem von vier an der Aktion beteiligten Ulmer Fahrradgeschäften. „Aber nur knapp zehn Prozent der Radler hatte kein intaktes Licht“, freute sich Beckmann über die gute Quote.

Zusammen mit der Stadt beteiligte sich der ADFC auch in diesem Jahr wieder an der Nikolaus-Beleuchtungsaktion, die das Ulmer Aktionsbündnis „FahrRad in Ulm“ als Teil der „Tu´s aus Liebe“-Kampagne der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK) durchführt.

„Ziel ist es, die Radler darauf aufmerksam zu machen, je mehr sie im Straßenverkehr zu erkennen sind, desto sicherer ist es für sie“, meinte Friederike Christian, seit einer Woche Radverkehrsbeauftragte der Stadt. Zusammen mit drei anderen Helfern stand sie auf Höhe des Metzgerturms am Donauradweg und auch sie zeigte sich begeistert nicht nur ob des regen Radverkehrs morgens ab sechs Uhr, sondern auch, weil sie von 85 Radfahrern nur drei ohne Licht antraf.

„Es sind tatsächlich erfreulich viele Menschen trotz der niederen Temperaturen mit dem Rad unterwegs“, meinte sie. Und nicht nur das: Viele hätten zu ihrer Standartbeleuchtung auch noch Sicherheitskleidung in Form von Warnwesten, Zusatzreflektoren und blinkendem Zubehör an sich.

„Mit dem Ergebnis können wir gut leben“, sagte auch Peter Beckmann, der ebenfalls eine Strichliste über die vorbeifahrenden Ulmer führte. Das Resultat kann sich sehen lassen: 110 Radfahrer, davon nur  elf mit defektem Licht. „Aber meistens war nur das Rücklicht betroffen“, meinte er. Am interessantesten sei aber ein Radler gewesen, erzählte Beckmann, der hätte an der Ampel gestanden und sein Licht vor dem Weiterfahren ausgeschaltet. Warum, kann er freilich auch nicht erklären.

Wie fanden die Radler selber die Aktion? „Überwiegend positiv“, meinte Wolfgang Mattheis vom ADFC. Wobei nicht alle das Angebot für den Rabattgutschein annahmen: „Vielen Dank, keine Zeit“, rief einer, der ohne Licht fuhr. Dafür zeigte sich eine andere reumütig, gab aber ihren Namen nicht preis.

Tatsächlich handelt es sich beim Fahren mit dem Fahrrad ohne Licht, ebenso wie beim Auto, um eine Ordnungswidrigkeit. Und die wird von der Polizei mit Geldstrafe einer geahndet. Wie viel genau das kostet, wusste Beckmann aber nicht: „Je nach Situation“, meinte er. „Wenn der Polizist gut aufgelegt ist, belässt er´s manchmal auch bei einem Zehner.“

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Kommentare

07.12.2016 12:41 Uhr

Kein Licht, dann Rad weg!

Ich erlebe es immer wieder in der Römerstrasse: Radler fahren den Kuhberg ohne Licht runter. Und nein: sie fahren nicht langsam da sie kein Licht haben (oder eingeschaltet haben), sie rasen mit einem Affenzahn den Berg runter. Aufpassen müssen die anderen Verkehrsteilnehmer. Und wer denkt es interessiert die Radler dass sie an der Polizeiwache vorbeikommen, der irrt gewaltig.
Meine Empfehlung: verstärkte Kontrollen und wenn das Licht aus ist dann gehört das Fahrrad für zwei Wochen eingezogen! Was juckt die Leute eine Verwarnung? Gar nichts!
Licht aus - Rad weg!

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