Evobus unterstützt Anti-Rassismus-Aktion

Respekt! - Kein Platz für Rassismus. Mit diesen Worten werden Mitarbeiter und Besucher neuerdings an den Eingängen zum Evobuswerk empfangen.

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Ein Schild macht sichtbar, was im Unternehmen Evobus schon gelebt wird. Foto: Matthias Kessler

Jeder dritte Evobus-Mitarbeiter kommt aus einer Zuwandererfamilie. Türken und Italiener, Thailänder und Kolumbianer, Inder und Polen, insgesamt 40 Nationalitäten arbeiten im Neu-Ulmer Werk des Busherstellers. Seit an Seit in gemischten Arbeitsgruppen. Alle Mitarbeiter zu integrieren, ist ständiges Ziel der Personalentwicklung, schließlich soll höchste Qualität produziert werden. "Respekt gibt es schon immer in diesem Unternehmen", sagt Wolfgang Hänle, der Produktionschef und Standortverantwortliche. In der Zeitspanne, die er in dem Werk überblickt, und das sind 30 Jahre, kann sich Hänle nicht erinnern, dass es schon zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen gekommen wäre. Seit gestern mahnen dennoch zwei größere Respekt-Schilder am Haupteingang, im täglichen Umgang Toleranz zu üben. An allen kleineren Eingängen wurden kleinere Schilder aufgehängt. Ein öffentliches Bekenntnis gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Evobus beteiligt sich damit an der bundesweiten Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus". Sie hat ihren Ursprung im Sport, Auslöser waren rassistische Auswüchse in Fußballstadien. Inzwischen breitet sich die Aktion über den Sport hinaus aus - zumal sie mit Unterstützung der IG Metall in Betriebe hinein getragen wird.

Am Neu-Ulmer Standort von Evobus wird die Kampagne von der Werksleitung, vom Betriebsrat und der IG Metall gleichermaßen unterstützt. "So wie es ohne Schild war, soll es auch bleiben", sagte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Hans-Jörg Müller während der offiziellen Bekanntgabe. Er hofft überdies, die Schilder mögen dazu beitragen, dass die tolerante Haltung nicht nach Feierabend abgelegt wird. "Der Betriebsfrieden hängt von einem respektvollen Umgang ab", betonte Hänle. Das werde nun jedem gleich verdeutlicht, der neu ins Werk kommt. Und IG Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler zeigte sich erfreut, "dass der Gedanke auch in Unternehmen aufgegriffen wird".

Die Initiative wird bereits von mehreren Daimler-Werken unterstützt, unter anderem vom Evobus-Schwesterwerk in Mannheim. Die Aktion ist bei Evobus eingebettet in eine Firmenphilosophie, die erklärtermaßen auch auf soziales und gesellschaftliches Engagement setzt.

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