Essinger-Schüler beeindrucken mit eigenem Stück

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Was die Theater-AG des Anna-Esssinger-Gymnasiums mit ihrer Eigenproduktion "Fünf Jahre" bot, war starker, aber guter Tobak. Das Stück zeigt den Verfall einer Familie nach dem vermeintlichen Freitod ihres Sohns. Vater und Mutter zerfleischen sich mit Streitereien und Vorwürfen, er flüchtet zu einer Geliebten, sie in Alkohol und Tabletten. Die Tochter ist die eigentliche Leidtragende und wirkt zu alldem in der Familie beschwichtigend und integrierend. Dafür bekommt sie vor allem von der Mutter noch ihr Fett weg.

Gespielt wurde im offenen Foyer des Gymnasiums, im Zentrum stand die Wohnung der Familie, doch auch die offene Galerie wurde geschickt für externe Szenen genutzt. Geschrieben hat das Stück Theater-AG-Leiter Samuel Schischmanjan, ausgefeilt wurden die Dialoge in den Proben zusammen mit den Schülern.

Ist der Stoff auch hart, die Zuschauer waren sichtlich angetan von der Leistung der Schüler, die wiederum voller Emphase spielten. Wenn auch am Ende Vater und Mutter erfahren, dass ihr Sohn nicht Selbstmord begangen hat: Der Sohn ist tot, die Familie ist zerrüttet - und das Leben ist keine Komödie. Das war eine ebenso beeindruckende wie ernste Vorstellung.

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