Essen und Trinken: Was ist Ihr Lieblingskochbuch?

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  • Marktfrau Kerstin Gairing von der gleichnamigen Gärtnerei mit ihrem Lieblingskochbuch „Kochen und Backen“ von Luise Haarer an ihrem Stand auf dem Ulmer Wochenmarkt. 1/6
    Marktfrau Kerstin Gairing von der gleichnamigen Gärtnerei mit ihrem Lieblingskochbuch „Kochen und Backen“ von Luise Haarer an ihrem Stand auf dem Ulmer Wochenmarkt. Foto: 
  • Birgit Schäfer-Oelmayer. 2/6
    Birgit Schäfer-Oelmayer. Foto: 
  • Hardy Evans zaubert Leckeres aus Resten. 3/6
    Hardy Evans zaubert Leckeres aus Resten. Foto: 
  • Ingrid Maucher besitzt gar kein Kochbuch. 4/6
    Ingrid Maucher besitzt gar kein Kochbuch. Foto: 
  • Für Friedrich Pieper ist Kochen Hobby und Ausgleich zugleich. 5/6
    Für Friedrich Pieper ist Kochen Hobby und Ausgleich zugleich. Foto: 
  • Kocht gerne bodenständig: Karin Krings. 6/6
    Kocht gerne bodenständig: Karin Krings. Foto: 
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Wir haben von der Marktfrau bis zum Lehrkoch sechs Ulmer nach ihrem Lieblingskochbuch gefragt – und nach dem Lieblingsrezept.

„Die Köchin bei uns ist mein Mann“

Bei Kerstin Gairing im Küchenregal stehen 38 Kochbücher, doch ihr selbst fehlt sowohl die Übung als auch die Zeit zum Kochen. Deshalb gibt sie freimütig zu, „die Köchin bei uns ist mein Mann“. Ein Lieblingskochbuch hat die Gärtnerin aber dennoch: Luise Haarers Kochen und Backen nach Grundrezepten. „Das Buch rettet mich, wenn ich selber dran bin mit Kochen – wobei, Grießbrei sitzt!“ Geholfen hat ihr das Kochbuch vor allem, als sie 1998 für acht Monate in Japan in einer Zierpflanzengärtnerei gearbeitet hat und ihrer Gastfamilie ein deutsches Gericht kochen wollte. Prompt hat es ihre Mutter ihr nachgeschickt; was sie damals gekocht hat, weiß sie allerdings nicht mehr. Kerstin Gairing wohnt mit Mann, Kindern und ihren Eltern und kommt so auch in den Genuss von Hotel Mamma. „Bei uns im Mehrgenerationenhaus kann nicht jeder ein Sternekoch sein; ich bin dafür die 5-Sterne-Esserin.“

Fan von Suppen und Eintöpfen

Birgit Schäfer-Oelmayer ist ein erklärter Suppen- und Eintopf-Fan: Ihr liebstes unter den 45 im Regal stehenden Kochbüchern ist der Band „Lust auf Land – Suppen und Eintöpfe“ aus dem Christian Verlag. Ihre Vorliebe hat etwas mit ihrer Großfamilie zu tun, für sie immer wieder aus Resten Suppen und Eintöpfe zubereitet hat. „Seit ich mich erinnern kann, habe ich Gaisburger Marsch geliebt, mit geschmälzten Zwiebeln und selbstgemachten Spätzle.“ Heute ist Lammeintopf eines ihrer Lieblingsgerichte. Wegen vieler Vegetarier in der Familie, kommen aber häufiger Suppe, Kartoffelgulasch und Minestrone mit Quinoa auf den Tisch, die sie aus dem Naturkostladen holt. Eigentlich aber bevorzugt sie Erzeugnissen aus der Region. So viel wie möglich zieht sie im eigenen Garten. Im Moment freut sie sich auf den eigenen Rhabarber. Die Idee, jahreszeitlich Obst und Gemüse aus der Region zu verwenden, vertritt sie auch als Vorsitzende des Vereins „Ulm isst gut“.

Aus Resten etwas zaubern

Aus Resten im Kühlschrank etwas zu zaubern, hat für Hardy Evans den gleichen Reiz, wie ein aufwändiges Rezept zu kochen. „Das sind Dinge, die machst du so nur ein Mal im Leben“, sagt der Lehrkoch, der seit 20 Jahren bei der Familienbildungsstätte ist. Kocht er nach Rezept, ist die Auswahl groß. 260 Kochbücher einmal rund um den Globus hat er zu Hause im Regal stehen. Und obschon er als gebürtiger Innsbrucker am liebsten italienisch und österreichisch kocht, ist sein Lieblingskochbuch „Schwäbische Küche – alte und neue Rezepte“ von Siegfried Ruoß. Sein Lieblingsrezept: Bietigheimer Laubfrösche, eine Art Mangold-Roulade mit Hackfleisch.

Kochen wie die Mutter

Ingrid Maucher ist Leiterin des Ulmer Conviviums von Slow Food, das sich dem guten Essen verschrieben hat. Beim Kochen agiert sie aus dem Bauch heraus, denn ein Lieblingskochbuch besitzt sie nicht. „Ich koche viel aus der Erinnerung heraus und mache es so, wie meine Mutter“, sagt sie. Meistens kocht sie nach Gefühl; orientiert sie sich dann aber doch mal an einem Rezept, dann entnimmt sie die fast ausschließlich den Monatsheften von Slow Food, die sie manchmal auch ausreißt und als Loseblattsammlung zurücklegt. Ihr Lieblingsessen sind Kässpätzle – natürlich frisch geschabt und mit Zwiebeln, die in ordentlich Butter geschmälzt worden sind.

Hommage an die Frau

Kochen ist für Friedrich Pieper Hobby und Ausgleich zu seinem früheren Beruf als Technischer Informatiker. Der Professor i. R. engagiert sich bei der Ulmer Tafel, in der Familienbildungsstätte, Slow Food und der Donauküche. Auch wenn er um die 200 Kochbücher besitzt, kocht er doch am liebsten freihändig. Sein liebstes Kochbuch ist Károly Gundels „Kleines ungarisches Kochbuch“ – ein kompakter Leitfaden durch die ungarische Küche, die ihm seine donauschwäbische Frau Maria schmackhaft gemacht hat. Ein Rezept steht emotional an erster Stelle: Palacsinták Marika édes (Palatschinken „süßes Mariele“) – „eine Hommage an meine liebe Frau Maria“.

Perfekte Balance

Tagsüber im Hotel ist ihr Mann Küchenmeister. Abend zu Hause steht Karin Krings am Herd. Wie viele Kochbücher die Geschäftsführer des Hotels Rad und Vorsitzende der Dehoga hat, weiß sie nicht. Es sind viele, und eines ragt heraus, das gar kein richtiges Kochbuch ist. Vincent Klinks Sitting Küchenbull. „Ich teile viele seiner Ansichten über Kochen und Esskultur und habe viel Spaß beim Lesen“, sagt sie, die gerne saisonal und bodenständig kocht. Ihr derzeitiger Favorit: gesottener Tafelspitz mit Petersilienkartoffeln und frischem Meerrettich. „Das Gericht vereint für mich nach dem Motto ,perfect balance’ Kraft und Bekömmlichkeit. Und es passt in jede Jahreszeit.“

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