Erster Tag einspurig am Bahnhof: Verkehrschaos bleibt aus

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Montagmorgen um halb acht am Ulmer Hauptbahnhof. Schülerscharen strömen Richtung Bus- und Bahnhaltestelle, Pendler eilen über die zwei stillgelegten westlichen Fahrspuren der Friedrich-Ebert-Straße Richtung Bahnhof. Das Bild ist weit entfernt von dem nach der Umstellung auf nur noch eine Spur in jede Richtung erwarteten Chaos: Kurze Schlangen vor den Ampeln, kein zorniges Gehupe oder Drängeln.

Auch Fußgänger, die den Bahnhof verlassen oder betreten, finden schnell den Korridor durch die aufgestellten Bauzäune. Dort kann es aber schon mal eng werden, wenn der Bus eine neue Ladung Schüler ausspuckt.

Schülerin Michéle Bayer hatte am Montagmorgen keine Schwierigkeiten mit der Orientierung: „Da steht ja ein Schild, das zeigt, wo man laufen muss. Eigentlich ist es kein Problem. Es ist nur manchmal blöd, wenn man in dem engen Gang nicht vorankommt und deswegen den Zug verpasst.“

Security im Einsatz

Sascha Sauer ist zu Fuß zum Bahnhof gekommen, um von dort aus zur Arbeit zu fahren. Auch er hatte keine Probleme: „Ich bin gut durchgekommen. Manchmal ist es verwirrend, gefühlt ist ja jede Woche was anderes. Aber heute Morgen war alles okay.“

Auch während des restlichen Tages geht der Verkehr erstaunlich ruhig über die Bühne. Wie die Polizei mitteilte, waren bis 16 Uhr weder Staus noch Unfälle festzustellen. Grund ist auch die Arbeit der Industrie- und Eventschutzfirma Top-Secret: Deren Mitarbeiter sind als Sicherheitsposten tätig und sollen die Arbeiter auf den Baustellen vor dem Verkehr schützen. Geschäftsführer Marco Cusumano betont, dass seine Mitarbeiter nicht in den Straßenverkehr eingreifen: „Wir sind nur dazu da, die Sicherheit der Bauarbeiter zu gewährleisten und dafür zu sorgen, dass keiner mit seinem Auto in eine Baustelle fährt.“

Das ist auch nötig, denn die neue Straßenführung am Hauptbahnhof kann verwirrend sein, besonders vor der Post und am Xinedome, wo der Verkehr die Schienen der Stadtbahn kreuzt. Im abendlichen Berufsverkehr ertönte am Montag zwar die ein oder andere Hupe mehr als noch am Morgen, über die Rückstaus an den neuen Ampelanlagen können die baustellengeplagten Ulmer aber nur müde lächeln.

Offenbar haben die Autofahrer in weiser Voraussicht ihre tägliche Route geändert: Auf der Ludwig-Erhard-Brücke staute es sich gestern Morgen nämlich beträchtlich, ebenso zwischen Hindenburgring und Ehinger Tor.

Der erste Tag der Einspurigkeit am Bahnhof ist also weitgehend glimpflich verlaufen. Ob das so bleibt, werden die nächsten Wochen zeigen.

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Kommentare

21.03.2017 09:21 Uhr

Das Verkerschaos war schon da,

nur eben woanders. Die Autos sind halt woanders hin ausgewichen und haben sich dort gestaut. Tatsache bleibt, dass die Ulmer Straßen ihre Kapatzitätsgrenze erreicht haben. Ein dauerhafter Rückbau der Friedrich Ebert Straße wird zu dauerhaftem Chaos auf den Ulmer Straßen führen. Daran arbeitet man in Ulm schon seit Jahren durch den Rückbau wichtiger Verkehrsachsen wie Frauenstr. , Karlstr. Neue Str..

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