Ermittlungen im Rockermilieu: Bordell-Betrieb soll überprüft werden

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Die zwei vor einer Woche verhafteten mutmaßlichen Anführer der rockerähnlichen Gruppierung Black Jackets schweigen zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen. Die Polizei hatte die zwei 24 und 32 Jahren alten Männer am Freitag vergangener Woche in den Räumen des Lustpark genannten Bordells an der Blaubeurer Straße verhaftet und gleichzeitig ein großes Waffenarsenal sichergestellt.

"Die Zeit arbeitet für uns", sagt derweil Polizeisprecher Wolfgang Jürgens: "Die sind nicht allzu redselig. Aber das haben wir auch gar nicht erwartet." Die Ermittler setzen auf neue Erkenntnisse aus den so genannten Strukturermittlungen. Hierbei geht es darum, den Organisationsgrad der Gruppe er recherchieren und herauszufinden, wer welche Rolle spielt und wofür verantwortlich zeichnet.

Hintergrund ist die seit Wochen dauernde Konfrontation mit einer ähnlichen Gruppierung aus dem Großraum Stuttgart. Die so genannten Red Legions werden ebenso wie die Black Jackets als eine rockerähnliche Gruppierung eingestuft, deren Mitglieder sich in Hierarchie und Organisation zwar sehr den richtigen Rockern ähneln, aber nicht zwingend Motorrad fahren und so genannte Kutten tragen. Die Stuttgarter Gruppe ist offenbar nicht im Rotlicht-Milieu aktiv.

Derweil haben die Gespräche zwischen der Polizeiführung und der Stadtverwaltung über den Lustpark noch nicht stattgefunden. Offenkundig gibt es einen häufigen Betreiberwechsel, was aber nicht verboten ist. Die Polizei will dennoch ausloten, ob gewerbsmäßig eine Unzuverlässigkeit vorliegt und eventuell rechtliche Schritte möglich sind.

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Kommentare

24.03.2013 19:18 Uhr

Antwort auf „Stimmt die Stadt hat gepennt”

Wenn gewisse Personen selbst Stammgast sind - was soll`s

oder streichen sie ihre Freizeitbeschäftigung ??

Sitzungen sind so anstrengend !!

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23.03.2013 17:20 Uhr

Stimmt die Stadt hat gepennt

Solche Betriebe kann man durchaus steuern, andere Städte haben das auch gemacht.

Hat man das versäumt, wollte oder konnte man das nicht?

HIER sollte die Stadt Ulm mal nachbessern!

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23.03.2013 15:49 Uhr

Die Stadt hat es wohl versäumt im Umfeld des

Wohnheims Behringer Brücke weitere Bordell Betriebe zu unterbinden. In den letzten Jahren haben sich in der Blaubeurer Str. immer mehr Bordelle angesiedelt., bald jeder frei gewordene Wohnraum wurde an gewerbetreibende Damen vermietet. Bringt für den Vermieter natürlcih mehr Einnahmen und die Gier hat keine Moral. Tagsüber Einkaufsstraße und abends offensichtlich Treffpunkt allerlei zwielichter Gestalten wie Rockern die sich Waffenarsenale anlegen um sich nachts gegenseitig zu bekämpfen. Dem Treiben muss umgehend Einhalt geboten werden. In einem sind sich diese Rocker einig, auch wenn sie nicht in Kutten auftreten, sie wollen Macht und das kann unser Rechtsstaat nicht zulassen.

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Themenschwerpunkt

Rockerbanden im Südwesten

Hells Angels, Outlaws, Black Jackets oder United Tribuns. Immer wieder kommt es zu Kämpfen und Schießereien. Bei diesen Streitereien geht es meist um die Vorherrschaft und Macht im Rotlichtmillieu in der Region.

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